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12
Feb
SP-Frauenministerin fordert Verbot für sexistische Werbung
posted by Margarete Diertz

Sexistische Diskriminierung in der Werbung soll zukünftig verboten und gesetzlich  geregelt werden. Das sind Forderungen der SP-Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek. Die Ministerin erklärte in der Wochenzeitung Die Furche“, dass Sexismus leider noch immer gesellschaftsfähig sei und sich aufgrund des patriarchalen Systems halte.

Wenn es nach Hanisch-Hosek gehen würde, sollte ein Expertinnen-Beirat entstehen, der die Werbung nach bestimmten Kriterien beurteilt. In anderen Ländern sei ein solches Verbot bereits im Gleichbehandlungsgesetz geregelt, erklärte die Politikerin. Eine internationale Tagung mit Vertreterinnen jener Länder, soll spätestens im Herbst dieses Jahres stattfinden. Wie die gesetzlichen Regelungen konkret aussehen sollen steht noch nicht fest. Judith Schwentner, Frauensprecherin der Grünen, äußert sich positiv gegenüber der Forderung von Heinisch-Hosek: „ Wie kürzlich ein Bundesheer-Werbevideo (wir berichteten) gezeigt hat, kommt Sexismus in der Werbung sogar im Öffentlichen Dienst vor. Ohne Sanktionen gegen die herabwürdigende Darstellung von Frauen zu Werbezwecken wird sich daran nichts ändern.“

Obwohl es 2008 und 2009 über 200 Beschwerdefälle über diskriminierende Werbekampagnen gab, konnten nur vier davon sofort gestoppt werden. Bei einer Enquete der Grünen im Jahre 2009 wurde deutlich, dass abwertende Werbung leider immer wieder vorkommt. Ob sich die Ministerin zu einem Verbot tatsächlich durchsetzten kann, ist noch unklar, die Österreichische Volkspartei (ÖVP) ist jedenfalls dagegen.

Quelle: http://www.nachrichten.at/nachrichten/politik/innenpolitik/art385,334357


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21
Jan
Werbe-Einschränkung für Schönheits-OPs in Spanien
posted by Margarete Diertz

Das neue Gesetzt über audiovisuelle Kommunikation, das kürzlich die erste Kammer des spanischen  Parlaments passierte, verbietet seit vergangenem Freitag jegliche TV-Werbung für Schönheitsoperationen. TV-Werber dürfen zukünftig zwischen 6 und 22 Uhr keine für Körperkult fördernde Werbung, die eine Gefährdung des Selbstbildes oder der persönlichen Einstellung aufgrund  des gesellschaftlichen Trends von “Erfolgreich-und-schön“ beeinträchtigt, ausstrahlen.

Ministerpräsident José Luis Rodriguez plädiert damit für eine Sicherheit, die Spaniens Jugend vor negative Einflüsse, verursacht durch Werbung, schützen soll. Darunter fallen vor allem Werbespots für Schlankheitskuren, ästhetische Chirurgie und Anti-Cellulite-Cremes. Das Verbot umfasst außerdem  Spots für Alkoholika, Tabakwaren und Glücksspiele.

Bei rund 400.000 Einschaltquoten pro Jahr, bangen jetzt die betroffenen TV-Werber um Millionenumsätze. Allein im Jahr 2008 wurden 4400 Minuten TV-Werbung von Corporatión Dermoestética, einen Sender des iberischen Marktführers für plastische Chirurgie,  über den TV-Bildschirmen empfangen. Derartige Schaltungen dürfen lediglich zwischen 22 Uhr und 6 Uhr morgens ausgestrahlt werden und müssen mit einem sichtbaren Vermerk gekennzeichnet sein. Die Journalistengewerkschaft und der Privat-TV-Verband kritisieren diese Entscheidung als “Eilverfahren“. Bis zur Umstellung auf einen digital-terrestrischen Sendebetrieb zum 3. April, soll das Gesetzt in Kraft treten und limitiert dabei die Werbezeit auf 19 Minuten pro Stunde, das gilt nicht für Sponsoring und Produktplatzierung. Selbstständige Gemeinschaften und öffentliche TV-Sender müssen dabei sechs Prozent ihrer Jahreseinnahmen an Kinoproduktionen, Serien und Mehrteiler abgeben. Die neue Werbe-Regelung scheint Wirkung zu zeigen, denn bereits 10 Prozent der jährlich vorgenommenen plastisch chirurgischen Eingriffen bei minderjährigen Patienten, sind bereits entfallen. Ob das Gesetz diejenigen, die Schönheitsoperationen bereits als Alltag ansehen auch noch umstimmen kann, ist jedoch sehr fraglich.

Quelle: http://derstandard.at/1262209299162/Spanien-verbietet-TV-Werbung-fuer-Schoenheitsoperationen


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