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KULTFAKTOR | Link
23
Mai
Lemon School Print: Setzen, sechs!
posted by Jan Denia

So wie ich das verstanden habe ist die „Lemon School“ eine Schule für, mit und von Kreativen. Vom Prinzip her interessant, auch wenn schwierig zu erfassen. Geht man jedoch davon aus, dass die Kampagne für die Schule von der Schule kommt liegt man nicht nur falsch sondern ist obendrein auch noch enttäuscht – ich für meinen Teil zumindest. Wofür dann die Schule? Aber glücklicherweise bleibt dem „Kunden“ diese Information meist verschlossen. Gehen wir nun spaßeshalber einfach davon aus, dass der beglückte Beäuger dieses Plakat sieht… was wird er sich denken? Ich weiß es nicht, ich bin ja nicht beglückt. Ich persönlich sehe darin nur den krampfhaften Versuch lustig und kreativ zu sein und ist mit beidem kläglich gescheitert

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10
Jan
Die Macht von Social Media: Rassistische Webcam
posted by Imke Hans

Was als witzig gemeinter Selbstversuch begann, wurde schnell bitterer Ernst: Das Youtube-Video über die “rassistischenKameras der HP-Notebooks macht mittlerweile weltweit Schlagzeilen. Falls Sie es noch nicht gesehen haben, schauen Sie es sich hier an:

“Black Desi” und “White Wanda” haben eindeutig Spaß am Testen der Kamera. Das Ergebnis ist offensichtlich, wie Desi schon sagt: “I think my blackness is interfering with the camera’s ability to follow me”.  Und schließt ab mit: “Hewlett Packard Computer sind rassistisch. Da, jetzt habe ich’s ausgesprochen.”

Am 10. Dezember 2009 ist das Video eingestellt worden. Es hat bis zum jetzigen Zeitpunkt des Schreibens 1.823.862 Aufrufe und 10.836 Bewertungen bekommen. Der Film ist international in diversen Blogs aufgegriffen und wiedergegeben worden, mit unterschiedlichen Untertönen.

Auf http://blog.laptopmag.com/hp-webcam zum Beispiel findet man einen recht sachlichen Eintrag, der die Hintergründe des Softwareversagens untersucht. Die Autoren finden im Eigenversuch schnell heraus, dass die Schwierigkeiten an der Hinter- bzw. Vordergrundbelichtung liegen, was HP in seinem Firmenblog bestätigt: “The technology we use is built on standard algorithms that measure the difference in intensity of contrast between the eyes and the upper cheek and nose. We believe that the camera might have difficulty “seeing” contrast in conditions where there is insufficient foreground lighting.” Eine Reaktion auf das Video von Hewlett Packards Seite aus kam schnell. Der Blog-Autor “Frosty” antwortet in freundlichem Ton und stellt indirekt klar, dass Hewlett Packard kein rassistisches Unternehmen sei.  Zusätzlich verlinkt er das YouTube-Video und das Statement der beiden auf den Blog.  Bis HP das Problem gelöst habe, so Frosty, empfehle er Kunden, sich mit den bereitgestellten Hinweisen über die Einstellungs- und Optimierungsmöglichkeiten der Kamera zu informieren. Ein entwaffnender Ton, nicht zu defensiv, nicht aggressiv – eine gute Strategie.

So weit so gut, im Grunde kann man wohl kaum eine böse Absicht unterstellen – was Desi und Wanda auch gar nicht ernsthaft getan haben. Im Gegenteil, wie sie selbst in ihrem offiziellen Statement sagen: “We do not really think that a machine can be racist, or that HP is purposely creating software that excludes people of color.”

Wer jetzt allerdings denkt, das Thema sei damit gegessen, der irrt. Zwar gibt es nicht wirklich viele Stimmen, die HP tatsächlich willkürlichen “Technik-Rassismus” unterstellen. Doch stellt man sich stattdessen ganz andere Fragen. So heißt es im Laptopmag-Blog beispielsweise “Though it’s obvious that the bias isn’t racial in nature [...], this does bring up an interesting question: when testing this software, how many of the involved project members were dark-skinned?”.

Ein Kommentator des YouTube-Videos äußert sich ähnlich: “I guess hp didn’t test the product on black people, only the lighter skinned. Which does sort of mean they are at least a bit racist. Do they not value their black customers as much as white?” (Quelle).

Der Riesenskandal ist bisher ausgeblieben, vielleicht bleibt das auch so. Dann hätte Hewlett Packard unterm Strich vermutlich ein dickes Plus gemacht, denn dieser PC-Typ ist jetzt inklusive der Tracking Software in aller Munde.  Auch wenn afroamerikanische Käufer jetzt vielleicht erst einmal Abstand vom Kauf nehmen werden, bis das Problem behoben ist.

Vielleicht schlägt die Stimmung aber auch um und die Protestwelle rollt jetzt erst richtig an – genau voraussagen kann das wohl keiner.

Quellen:
http://www.thenextbench.com
http://derstandard.at/1259282661694/Kurios-Youtube-Aufreger-Kann-eine-WebCam-rassistisch-sein
http://blog.laptopmag.com/hp-webcam


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