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22
Mrz
Irrlichter: Wenn Marketing Konsumenten in die Irre führt
posted by Margarete Diertz

Die Marketingkampagne der Sara Lee Corporation sorgte kürzlich für Gesprächsstoff. Die Kampagne hatte mit Umweltfreundlichkeit für ihr “EarthGrainsBrot geworben und behauptete das der Bestandteil “Eco-Grainumweltfreundlicher sei als Biogetreide.

Charlotte Vallaeys, Analystin des Cornucopia Instituts in Wisconsin ist total verärgert über die bewusste Irreführung der Kampagne. Sie erklärte, dass Sara Lee, im Gegensatz zu Bio-Firmen so gut wie gar nichts unternehmen würde um sicherzustellen, dass die Produktbestandteile ökologisch hergestellt werden. Vallaeys meinte das die Marketingkampagne von Sara Lee ein krasses Beispiel dafür sei, sich als Firma mithilfe des guten Rufes der Bio-Branche zu bereichern und dabei bewusst zu versuchen Konsumenten in die Irre zu führen. Der Unterschied zwischen den Landwirten, die das sogenannte Eco-Grain herstellen und konventionellen Getreideproduzenten sei klein, trotzdem sei es irrelevant zu behaupten, dass das neue Getreide hochwertiger sei als Bio-Getreide, da lediglich 20% des Brotlaibes aus Eco-Grain bestehe. Viele Bestandteile des Brotes wie Mehl, Sojaöl oder Sojalelecithin würden aus konventioneller Landwirtschaft stammen und seien mit Hilfe von gentechnischem Material angebaut und verarbeitet worden, so die Analystin weiter. Außerdem müsste man berücksichtigen, dass auch chemische Extrakte im Brot verarbeitet seien.

Das Cornucopia Institut ist entsetzt über die irreführenden Maßnahmen der Marketingkampagne und forderte Sara Lee bereits schriftlich dazu auf, diese umgehend einzustellen. Im Internet hat die Firma nach dem Vorfall, bei dem irreführendes Marketing betrieben wurde eine Seite mit Informationen zusammengestellt, auf der die Unterschiede zwischen EarthGrains Brot und Bio-Brot deutlich werden.

Das sich immer wieder Firmen versuchen, mit der Bio-Branche zu schmücken um ihr Produkt besser zu vermarkten ist nicht neu. In diesem Fall können sich betroffene Konsumenten jedoch darüber freuen, dass die irreführende Behauptung rechtzeitig aufgeflogen ist.

Getreide, by CoreForce, flickr

Bildquelle: CoreForce, by flickr

Quelle: http://www.bio-markt.info/web/Aktuelle_Kurzmeldungen/Produkte/EarthGrains/15/33/0/7260.html


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2
Mrz
McDonald`s wirbt mit Farbwechsel und Neuerungen
posted by Margarete Diertz

Die Fast-Food-Kette McDonald`s möchte grüner werden. Holger Beeck, Vizechef von McDonald`s Deutschland erklärte, dass es unter anderem einen Farbwechsel geben wird. Die bisher knallrote Farbe, die Logo Tabletts und Arbeitskleidung schmückte, wird gegen die Ökofarbe überhaupt eingetauscht, nämlich grün.

Die neue Farbe soll Bekenntnis und  Respekt gegenüber der Umwelt widerspiegeln, so Beeck. Der Farbwechsel der Fast-Food-Kette erscheint aber ein wenig kompliziert, denn was der Vizechef zuvor den Medien berichtete, dementierte eine Woche später der offizielle Deutschlandchef Bane Knezevic wieder. Alles sei ein Missverständnis gewesen, McDonald`s hätte nie stärkeres Umweltbewusstsein signalisieren sollen. „Wir sind kein grünes Unternehmen“, erklärte er der Presse.

Die Farbumstellung des Unternehmens scheint ganz dem Motto zu folgen: Werben durch möglichst großes Aufsehen. Der Außenanstrich soll in den Farben Grün, Schwarz und Beige erfolgen. Doch passt die Farbe Grün wirklich zu fettigen Pommes und Cola? Jedenfalls erscheint McDonald`s für den einen oder anderen bereits jetzt  schon ziemlich grün. Ob Gartensalat, Biomilch oder Veggieburger, man muss schon sagen das die Produkte, mit denen offensiv geworben wird, keineswegs übliche Fast-Food-Spezialitäten sind. Aber kann  man denn hier schon von Ökoprodukten sprechen? Wohl eher vom grünen Fast-Food. Jedenfalls will sich McDonald`s durch die neue Farbe ein neues Image verschaffen. Der fettige fast-Food-Konzern lockt seine Kunden immer mehr mit kalorienarmen Produkten. Außerdem sollen im kommenden Jahr 40 neue Restaurants in Deutschland eröffnet werden. Neben einem neuen Design, sollen die Öffnungszeiten in den einzelnen Filialen auf 24 Stunden täglich erweitert werden, auch ein eigenständiges Café soll im nächsten Jahr eröffnet werden.

Die ganzen Neuerungen sind nur deshalb möglich, weil es McDonald`s Deutschland gelungen ist, trotz Wirtschaftskrise den Umsatz im vergangenen Jahr zu steigern. Wie der Imagewechsel ankommen wird ist noch umstritten, wir dürfen uns jedenfalls auf ein neues McDonald`s freuen.

McDonalds, by Marcin Wichary, flickr

Bildquelle: Marcin Wichary, by flickr

Quelle: http://www.zeit.de/2010/08/WOS-McDonalds


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26
Dez
Umweltfreundliche Suchmaschine: Surfen auf der grünen Welle mit Ecosia
posted by Jessica Mueller

In Zeiten von Klimawandel und Umweltzerstörung hat das Werben mit dem Wohl der Welt Hochkonjunktur. Man genießt sein Bier doch gleich doppelt so gerne, wenn man damit auch noch den Regenwald rettet. Und selbst der Fast-Food-Riese McDonalds setzt jetzt voll auf Grün. Da liegt es nahe, dass auch die Online-Suchmaschinen auf der grünen Welle surfen. Schließlich kostet eine Suchanfrage bei Google so viel Strom, dass eine Glühbirne damit eine Stunde brennen könnte. Der WWF bringt in Kooperation mit Microsoft Bing und Yahoo deshalb jetzt die umweltfreundliche Suchmaschine Ecosia auf den Markt. Die Idee einer Öko-Suchmaschine ist nicht neu – es gibt bereits Suchmaschinen wie Forestle oder Ecocho, die damit werben, für jede Suchanfrage Bäume zu schützen oder sogar neue zu pflanzen. Für die Suchanfragen werden in den rießigen Rechenzentren dennoch enorme Ressourcen verbraucht. Der WWF versucht, mit seiner Suchmaschine nun neue Maßstäbe in Sachen Umweltschutz zu setzen, indem er proaktiv handelt, da das Rechenzentrum der Suchmaschine nur mit Ökostrom betrieben wird. Der Umweltverband wirbt außerdem damit, zwei Quadratmeter Regenwald pro Klick zu schützen – deutlich mehr also als Forestle mit nur 0,1 Quadratmeter pro Suchanfrage. Rechtzeitig zur Klimakonferenz in Kopenhagen wurde die neue Suchmaschine vorgestellt. Cleveres Marketing

Quellen: http://www.zdnet.de/news/

http://www.stern.de/


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15
Okt
Konsumer-Kritik II: Zu kreative Virals…
posted by Imke Hans

Ein Klassiker: Im Jahre 2006 hat Chevrolet eine auf den ersten Blick richtig gute Idee gehabt:

Wie wäre es, wenn wir unsere Kunden ihre eigenen Werbespots für den Chevy Tahoe drehen lassen? Und sie diese dann hochladen lassen?

In der Theorie nicht schlecht, doch was dann passierte, kann man sich denken. Statt wirksamem Viralmarketing wimmelte es auf einmal vor allzu kritischen Werbespots, die ganz und gar nicht in die Richtung zielten, auf die Chevrolet gehofft hatte. Dieses Virale Marketing scheiterte völlig: Der Image-Schaden war beachtlich – kein Wunder, wenn man sich beispielsweise diesen “Werbe”-Spot ansieht:


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