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12
Jan |
Gefälschter Werbeclip? Schmutziger Skandal um Clean-Diesel-Technologie posted by Jessica Mueller |
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Bei YouTube kursiert derzeit ein Audi-Werbeclip, in dem der Fahrer eines Audi A5 sich mit den Abgasen des Wagens das Leben nehmen will. Dank der neuen Clean-Diesel-Technologie, die gefährliche Schadstoffe filtert, bleibt sein Selbstmordversuch jedoch erfolglos. Der Fahrer bleibt quicklebendig, nur der Tank geht leer. Die Botschaft des Clips: Die Clean-Diesel-Technologie ist gut für die Umwelt – und für die eigene Gesundheit. Aufgrund seines fragwürdigen Umgangs mit dem Thema Selbstmord, auf das – gerade nach dem Freitod von Robert Enke – in der Öffentlichkeit äußerst sensibel reagiert wird, löst der Spot einen regelrechten Skandal aus. Aber handelt es sich bei dieser viralen Marketingaktion überhaupt um einen geschmacklosen Werbeclip des Autoherstellers oder ist das hochprofessionelle Video eine Fälschung? Audi selbst distanziert sich von dem Spot und den damit verbundenen Vorwürfen, will mit dem Clip nichts zu tun haben. Das Unternehmen stärkt seine Position durch die Erklärung, dass die Clean-Diesel-Technologie für den Audi A5 gar nicht angeboten wird. Ein einleuchtendes Argument. Aber woher stammt das Video dann? Derzeit gibt es keine Hinweise, die teure Machart des Werbespots lässt aber Spezialisten dahinter vermuten. Der oder die Urheber des Videos haben den Clip mittlerweile bereits bei YouTube gelöscht.
Ob Audi ebenfalls Anzeige erstattet ist noch nicht bekannt. Diese Vorfälle beleuchten jedenfalls, welche Probleme die neuen Online-Marketingplattformen aufgrund ihrer Anonymität und rasanten Verbreitung mit sich bringen können. Quelle: http://blog.auto-motor-und-sport.de/?p=870&preview=true |
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10
Jan |
Die Macht von Social Media: Rassistische Webcam posted by Imke Hans |
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Was als witzig gemeinter Selbstversuch begann, wurde schnell bitterer Ernst: Das Youtube-Video über die “rassistischen” Kameras der HP-Notebooks macht mittlerweile weltweit Schlagzeilen. Falls Sie es noch nicht gesehen haben, schauen Sie es sich hier an: “Black Desi” und “White Wanda” haben eindeutig Spaß am Testen der Kamera. Das Ergebnis ist offensichtlich, wie Desi schon sagt: “I think my blackness is interfering with the camera’s ability to follow me”. Und schließt ab mit: “Hewlett Packard Computer sind rassistisch. Da, jetzt habe ich’s ausgesprochen.” Am 10. Dezember 2009 ist das Video eingestellt worden. Es hat bis zum jetzigen Zeitpunkt des Schreibens 1.823.862 Aufrufe und 10.836 Bewertungen bekommen. Der Film ist international in diversen Blogs aufgegriffen und wiedergegeben worden, mit unterschiedlichen Untertönen. Auf http://blog.laptopmag.com/hp-webcam zum Beispiel findet man einen recht sachlichen Eintrag, der die Hintergründe des Softwareversagens untersucht. Die Autoren finden im Eigenversuch schnell heraus, dass die Schwierigkeiten an der Hinter- bzw. Vordergrundbelichtung liegen, was HP in seinem Firmenblog bestätigt: “The technology we use is built on standard algorithms that measure the difference in intensity of contrast between the eyes and the upper cheek and nose. We believe that the camera might have difficulty “seeing” contrast in conditions where there is insufficient foreground lighting.” Eine Reaktion auf das Video von Hewlett Packards Seite aus kam schnell. Der Blog-Autor “Frosty” antwortet in freundlichem Ton und stellt indirekt klar, dass Hewlett Packard kein rassistisches Unternehmen sei. Zusätzlich verlinkt er das YouTube-Video und das Statement der beiden auf den Blog. Bis HP das Problem gelöst habe, so Frosty, empfehle er Kunden, sich mit den bereitgestellten Hinweisen über die Einstellungs- und Optimierungsmöglichkeiten der Kamera zu informieren. Ein entwaffnender Ton, nicht zu defensiv, nicht aggressiv – eine gute Strategie. So weit so gut, im Grunde kann man wohl kaum eine böse Absicht unterstellen – was Desi und Wanda auch gar nicht ernsthaft getan haben. Im Gegenteil, wie sie selbst in ihrem offiziellen Statement sagen: “We do not really think that a machine can be racist, or that HP is purposely creating software that excludes people of color.” Wer jetzt allerdings denkt, das Thema sei damit gegessen, der irrt. Zwar gibt es nicht wirklich viele Stimmen, die HP tatsächlich willkürlichen “Technik-Rassismus” unterstellen. Doch stellt man sich stattdessen ganz andere Fragen. So heißt es im Laptopmag-Blog beispielsweise “Though it’s obvious that the bias isn’t racial in nature [...], this does bring up an interesting question: when testing this software, how many of the involved project members were dark-skinned?”. Ein Kommentator des YouTube-Videos äußert sich ähnlich: “I guess hp didn’t test the product on black people, only the lighter skinned. Which does sort of mean they are at least a bit racist. Do they not value their black customers as much as white?” (Quelle). Der Riesenskandal ist bisher ausgeblieben, vielleicht bleibt das auch so. Dann hätte Hewlett Packard unterm Strich vermutlich ein dickes Plus gemacht, denn dieser PC-Typ ist jetzt inklusive der Tracking Software in aller Munde. Auch wenn afroamerikanische Käufer jetzt vielleicht erst einmal Abstand vom Kauf nehmen werden, bis das Problem behoben ist. Vielleicht schlägt die Stimmung aber auch um und die Protestwelle rollt jetzt erst richtig an – genau voraussagen kann das wohl keiner. Quellen:http://www.thenextbench.comhttp://derstandard.at/1259282661694/Kurios-Youtube-Aufreger-Kann-eine-WebCam-rassistisch-seinhttp://blog.laptopmag.com/hp-webcam
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11
Dez |
Das wandelnde PR-Wunder: Lady Gaga posted by Margarete Diertz |
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Heute stellen wir Ihnen einmal mehr ein erfolgreiches PR-Konzept vor – ein so erfolgreiches, dass es in aller Munde ist: Lady Gaga. Zuletzt sorgte die Künstlerin bei einem Konzert im US-Bundesstaat New Jersey mal wieder für Aufregung, weil sie sich ganz gelassen auf der Bühne eine Zigarette anzündete. Dass in den USA striktes Rauchverbot herrscht, war der 23Jährigen egal. Mit Zigarette in der Hand provozierte sie und sang ins Mikro „Ich rauche jetzt meine Zigarette! Wem’s nicht passt, der kann verdammt nochmal gehen!“ Die Fans waren erwartungsgemäß alles andere als geschockt. Sie jubelten ihrem Idol zu, denn gerade für ihre Skandale lieben sie sie. Und mit Skandalen kennt sich die Sängerin bestens aus. Ganz egal, was auch gerade die Medienwelt erstaunt, Lady Gaga toppt alles. Die Skandal-Lady hat sich so einen Bekanntheitsgrad erarbeitet, von dem viele nur träumen können. In wohldosierten Mengen und regelmäßigen Abständen streut sie Gerüchte oder provoziert Skandale und hält sich so erfolgreich im Gespräch. Wir erinnern uns zum Beispiel an die Nachricht, Lady Gaga hätte sich als Teenager in ihrem eigentlich männlichen Körper unwohl gefühlt und deshalb mit 24 zur Frau umoperieren lassen oder an die Aktion auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin, als sie die Viva-Moderatorin Collien Fernandes rauswerfen ließ, weil diese eine pikante Frage stellte. Dann war da noch der lebhafte Auftritt, bei dem die Pop-Ikone einer ihrer Background-Tänzerinnen mit voller Wucht das Mikrofon ins Gesicht schlug, was ihr Opfer drei Zähne kostete. Immer wieder fällt Lady Gaga auf und steigert so ihren Bekanntheitsgrad; immer wieder erfindet sie etwas, über das die Medien dankbar berichten können. Ob Skandale, schmutzige Musikvideos oder ausgefallene Outfits – der Popstar weiß sich zu vermarkten. Die Kunstfigur Lady Gaga ist im Grunde ein einziger gut durchdachter Marketingplan. Es vergeht kein Tag, an dem nicht zumindest eine Website, eine Zeitung, ein Magazin etwas Skandalöses, Interessantes oder Neues über die wasserstoffblonde Kunstfigur ankündigt. Diese wahnwitzige PR-Maschinerie kostet viel Arbeit und Energie, die die Sängerin bisher jedoch mehr als erfolgreich zu stemmen scheint – ein Konzept, das aufgeht. Man darf gespannt sein, auf was für Marketingideen in eigener Sache sie in Zukunft noch kommt und ob sie ihr irgendwann ausgehen… |
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