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18
Aug |
PeTA macht Stimmung gegen Rassenausstellung posted by Jan Denia |
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Nicht vielen wird es bewusst sein, so auch mir, aber auf der Leipziger Messe findet am Wochenende die Internationale Rassehunde-Ausstellung statt. Soweit so gut und soweit auch kein erkennbares Problem. Die PeTA sieht das alles jedoch ein stückweit anders und sorgt derzeit mit einer Plakatkampagne für Aufsehen. Auf den verbreiteten Plakaten ist ein weißhaariger Hund mit Scheitel zu erkennen, dem unter seine Nase ein schwarzer Kamm gehalten wird, welcher unmissverständlich Parallelen zu einer einst sehr bekannten Persönlichkeit aufweist. Direkt darunter findet sich in roter Frakturschrift das Wort „Rassenwahn“ samt Unterüberschrift „Falsch bei Menschen. Falsch bei Hunden.“ Ich möchte die Aktion nicht persönlich werten, finde es jedoch äußerst fragwürdig und schwierig Parallelen zwischen dem Dritten Reich und Hundeausstellungen zu ziehen. Mit Sicherheit haben Hunde besseres zu tun als auf Laufstegen herumzustolzieren und sich stylen zu lassen, doch ist dieser Vergleich den Opfern des NS-Regimes gegenüber doch schon sehr respektlos. Von meiner Quelle darf man heute gerne halten was man möchte, jedoch gibt es dort das Plakat zu sehen – Klick. |
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23
Apr |
Socialmedia vs. Pop-Titan, ein Kampf der Giganten posted by Jan Denia |
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Deutschland sucht den Superstar, ob man es nun mag oder nicht, gilt in der deutschen Popwelt als feste Größe. So waren zum Beispiel die ersten Singleauskopplungen der DSDS-Gewinner stets Chart-Stürmer und Download-Rekordhalter. Auch dieses mal setzt Mehrzad Marashis “Don’t believe” neue Maßstäbe. So soll sich der Song innerhalb der ersten 24 Stunden so oft wie kein anderer Song verkauft worden sein. Vor kurzem hat sich nun eine Protestbewegung zu dem ganzen DSDS-Medien-Spektakel gebildet, welche gegen die immerwährenden Topplatzierungen der Bohlenretorten ankämpfen möchte. Im Detail sieht die Gegenbewegung so aus, dass dazu aufgerufen wird den 14 Jahre alten Euro-Disco-Hit „Boomerang“ von Blümchen zu kaufen. Mit dem Song an sich hat das Ganze nichts zu tun, er soll bloß dazu dienen „Don’t believe“ von Platz 1 der Downloadcharts zu vertreiben. Zur Kommunikation der Aktion verwenden die Protestler die Studentenplatform studiVZ und die Socialmedia-Community Facebook. Ob die Anti-Bohlen-Bewegung Erfolg hatte erfahren wir nächsten Dienstag, dann werden nämlich die nächsten Charts veröffentlicht. |
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10
Jan |
Die Macht von Social Media: Rassistische Webcam posted by Imke Hans |
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Was als witzig gemeinter Selbstversuch begann, wurde schnell bitterer Ernst: Das Youtube-Video über die “rassistischen” Kameras der HP-Notebooks macht mittlerweile weltweit Schlagzeilen. Falls Sie es noch nicht gesehen haben, schauen Sie es sich hier an: “Black Desi” und “White Wanda” haben eindeutig Spaß am Testen der Kamera. Das Ergebnis ist offensichtlich, wie Desi schon sagt: “I think my blackness is interfering with the camera’s ability to follow me”. Und schließt ab mit: “Hewlett Packard Computer sind rassistisch. Da, jetzt habe ich’s ausgesprochen.” Am 10. Dezember 2009 ist das Video eingestellt worden. Es hat bis zum jetzigen Zeitpunkt des Schreibens 1.823.862 Aufrufe und 10.836 Bewertungen bekommen. Der Film ist international in diversen Blogs aufgegriffen und wiedergegeben worden, mit unterschiedlichen Untertönen. Auf http://blog.laptopmag.com/hp-webcam zum Beispiel findet man einen recht sachlichen Eintrag, der die Hintergründe des Softwareversagens untersucht. Die Autoren finden im Eigenversuch schnell heraus, dass die Schwierigkeiten an der Hinter- bzw. Vordergrundbelichtung liegen, was HP in seinem Firmenblog bestätigt: “The technology we use is built on standard algorithms that measure the difference in intensity of contrast between the eyes and the upper cheek and nose. We believe that the camera might have difficulty “seeing” contrast in conditions where there is insufficient foreground lighting.” Eine Reaktion auf das Video von Hewlett Packards Seite aus kam schnell. Der Blog-Autor “Frosty” antwortet in freundlichem Ton und stellt indirekt klar, dass Hewlett Packard kein rassistisches Unternehmen sei. Zusätzlich verlinkt er das YouTube-Video und das Statement der beiden auf den Blog. Bis HP das Problem gelöst habe, so Frosty, empfehle er Kunden, sich mit den bereitgestellten Hinweisen über die Einstellungs- und Optimierungsmöglichkeiten der Kamera zu informieren. Ein entwaffnender Ton, nicht zu defensiv, nicht aggressiv – eine gute Strategie. So weit so gut, im Grunde kann man wohl kaum eine böse Absicht unterstellen – was Desi und Wanda auch gar nicht ernsthaft getan haben. Im Gegenteil, wie sie selbst in ihrem offiziellen Statement sagen: “We do not really think that a machine can be racist, or that HP is purposely creating software that excludes people of color.” Wer jetzt allerdings denkt, das Thema sei damit gegessen, der irrt. Zwar gibt es nicht wirklich viele Stimmen, die HP tatsächlich willkürlichen “Technik-Rassismus” unterstellen. Doch stellt man sich stattdessen ganz andere Fragen. So heißt es im Laptopmag-Blog beispielsweise “Though it’s obvious that the bias isn’t racial in nature [...], this does bring up an interesting question: when testing this software, how many of the involved project members were dark-skinned?”. Ein Kommentator des YouTube-Videos äußert sich ähnlich: “I guess hp didn’t test the product on black people, only the lighter skinned. Which does sort of mean they are at least a bit racist. Do they not value their black customers as much as white?” (Quelle). Der Riesenskandal ist bisher ausgeblieben, vielleicht bleibt das auch so. Dann hätte Hewlett Packard unterm Strich vermutlich ein dickes Plus gemacht, denn dieser PC-Typ ist jetzt inklusive der Tracking Software in aller Munde. Auch wenn afroamerikanische Käufer jetzt vielleicht erst einmal Abstand vom Kauf nehmen werden, bis das Problem behoben ist. Vielleicht schlägt die Stimmung aber auch um und die Protestwelle rollt jetzt erst richtig an – genau voraussagen kann das wohl keiner. Quellen:http://www.thenextbench.comhttp://derstandard.at/1259282661694/Kurios-Youtube-Aufreger-Kann-eine-WebCam-rassistisch-seinhttp://blog.laptopmag.com/hp-webcam
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9
Dez |
Kampf Nikolaus gegen Weihnachtsmann geht in die zweite Runde posted by Jessica Mueller |
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Pünktlich zum 6. Dezember haben wir hier über die Nikolausaktion der Diözese Rottenburg-Stuttgart berichtet, die – zusammen mit anderen Diözesen – mit ihrer Werbeaktion „Stoppt den Weihnachtsmann“ an den echten Nikolaus erinnern will. So soll verhindert werden, dass er von der Figur des amerikanischen Coca Cola-Weihnachtsmannes vollkommen verdrängt wird. Doch ausgerechnet die kirchliche Brauerei Hacklberg der Diözese Passau, die ebenfalls am Protest beteiligt ist, nutzte für ihre Werbekampagne jetzt den US-Weihnachtsmann statt dem christlichen Nikolaus. Die empörte Reaktion ließ nicht lange auf sich warten, worauf der Brauereichef bekanntgab, dass die Bierwerbung mit dem Weihnachtsmann im Bayrischen Rundfunk nun abgesetzt wird. Diese PR-Aktion ging wohl ziemlich nach hinten los.
Bildquelle: kevindooley, flickr |
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