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KULTFAKTOR | Link
2
Jun
Der schlechteste Job der Welt
posted by Jan Denia

Sie erinnern sich noch an den besten Job der Welt? $ 10.000,00 Netto für einen Webcast aus Australien? Diese Meldung ging um die ganze Welt und brachte Publicity zu … mh.. zu einem damals wahrscheinlich dann sehr bekannten Unternehmen. Viele Nachahmer versuchten sich daran, doch – wie es eben so läuft – schlug der Rest fehl, weil es einfach nichts „Neues“ mehr war.

Nun preist NUMÉRO10, eine schweizer Kommunikationsagentur, den schlechtesten Job der Welt aus – als Videogewaltige Hommage an die damalige PR-Aktion. Ob es wirklich zur Bekanntheit der eh schon bekannten Agentur beiträgt weiß ich nicht, kann ich mir aber auch nicht denken. Im Endeffekt zählt wohl nur das gut gemachte Video und der nette Gedanke dahinter.

Sollten Sie also miserable Arbeitszeiten bevorzugen und auf menschenunwürdige Bezahlung stehen können Sie sich ja mal bewerben ;-)


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31
Mrz
Social Media als Unterlassungsdelikt: Zwei Männer wegen Nicht-Twitterns verhaftet
posted by Sascha Schnitzer

Davon, dass Leute sich durch das Veröffentlichen von Informationen über soziale Medien strafbar gemacht haben, hat bestimmt jeder schon einmal gehört. Doch auch das Gegenteil kann schwere Folgen haben: In Amerika wurden inzwischen bereits zwei Männer verhaftet, weil sie nicht getwittert haben.

Der Hintergrund: Bei den beiden Männern handelt es sich um Scott Braun, den Manager des Teenie-Pop-Stars Justin Bieber, und James Roppo, den Vize-Präsidenten der zuständigen Plattenfirma Island Def Jam Records. Letzten November war in einem Einkaufszentrum in New York ein PR-Auftritt zur Veröffentlichung von Biebers Debut-Album geplant. Der Ansturm war riesig – so sehr, dass die Polizei eine Gefährdung der Menschenmenge durch den zu großen Andrang als gegeben erachtete. Dem Künstler wurde der Zugang zum Gebäude verwehrt, während die Polizei vergeblich versuchte, die Menschenmenge zu zerstreuen.

Zu diesem Zweck wendete sie sich auch an das Label, das über einen Tweet bekannt geben sollte, dass der Event nicht stattfinden würde. Die Plattenfirma reagierte jedoch nicht, weshalb die beiden Männer nun wegen „vorsätzlicher Gefährdung“ zur Verantwortung gezogen werden. Fünf Personen wurden in dem Gedränge verletzt.

justin-bieber-crowd, by Kerosene Photography, Flickr

Bildquelle: by Kerosene Photography, Flickr


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29
Mrz
Nickelodeon PR-Aktion: Sender wird für einen Tag abgeschaltet
posted by Margarete Diertz

Eine etwas ungewöhnliche PR-Aktion startet in diesem Jahr der Kinder TV-Sender Nick. Am 28. Mai wird der Sender für einen ganzen Tag einfach abgeschaltet. Damit die Zuschauer sich jedoch nicht über das ausfallende Programm wundern, wird eine Infotafel auf dem Bildschirm erscheinen mit dem Aufruf geht spielen“.

Mit dieser Aufforderung möchte der Sender alle Kinder dazu bewegen, sich am 28. Mai mit Freunden zu verabreden oder draußen zu spielen und nicht vor der Glotze zu hängen. Die Quotenverluste, die für den Sender durch die Aktion entstehen, werden positiv entgegengenommen, für einen Ausgleich wird nämlich parallel gesorgt. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern möchte Nickelodeon diverse Freizeitaktivitäten für Kinder anbieten, die während dem fernsehfreien Tag aktiv genutzt werden sollen.

Ob der “Nickelodeon Spieltag“ dazu beitragen kann Kinder zukünftig wieder mehr für Freizeitprogramme zu begeistern ist fraglich. Das sich jedoch ausgerechnet ein TV-Sender dafür einsetzt, Kinder weniger Fernsehen gucken zu lassen, ist sehr vorbildlich und könnte weitere Sender dazu bewegen ähnliche Aktionen zu starten.

Nickelodeon, by Xurble, flickr

Bildquelle: Xurble, by flickr


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9
Dez
Kampf Nikolaus gegen Weihnachtsmann geht in die zweite Runde
posted by Jessica Mueller

Pünktlich zum 6. Dezember haben wir hier über die Nikolausaktion der Diözese Rottenburg-Stuttgart berichtet, die – zusammen mit anderen Diözesen – mit ihrer Werbeaktion „Stoppt den Weihnachtsmann“ an den echten Nikolaus erinnern will. So soll verhindert werden, dass er von der Figur des amerikanischen Coca Cola-Weihnachtsmannes vollkommen verdrängt wird. Doch ausgerechnet die kirchliche Brauerei Hacklberg der Diözese Passau, die ebenfalls am Protest beteiligt ist, nutzte für ihre Werbekampagne jetzt den US-Weihnachtsmann statt dem christlichen Nikolaus. Die empörte Reaktion ließ nicht lange auf sich warten, worauf der Brauereichef bekanntgab, dass die Bierwerbung mit dem Weihnachtsmann im Bayrischen Rundfunk nun abgesetzt wird. Diese PR-Aktion ging wohl ziemlich nach hinten los.

weihnachtsmann by kevindooley, flickr

Quelle: http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Nachrichten/Bayern/Artikel,-Brauerei-Passau-weihnachtsmann-Werbung-_arid,2017581_regid,2_puid,2_pageid,4289.html

Bildquelle: kevindooley, flickr


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25
Nov
Vom Underdog zum Singstar: Paul Potts und die Telekom
posted by Imke Hans

Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie, liebe Leser, Paul Potts kennen, ist hoch. Kein schöner Mann, kein attraktiver Mann, keiner, der großartig auffallen würde. Ein bisschen grau, ein bisschen zu viel Gewicht, ein schlechtes Gebiss, schüchtern. Dies dachten sich auch die Juroren der Show “Britain’s got Talent“, das britische Equvalent zu DSDS, als der kleine Handyverkäufer etwas unbeholfen vor ihnen auf der Bühne stand. Im 2008er Spot der Telekom wird jetzt noch das “Publikum” vor dem Fernseher eingeblendet, das ob dieser Ankündigung zuerst nur amüsiert ist. Bis der unscheinbare Mann die ersten Noten anklingen lässt. Mit seiner unfassbaren Stimme trieb er seinen Zuhörern Tränen in die Augen.

Der Fernsehspot stieß auf Begeisterung, Paul Potts stieß auf Begeisterung. Einer, dem niemand etwas zugetraut hätte, siegte auf ganzer Linie, ein unscheinbarer Außenseiter. Aber sympatisch, das ist er. Die Telekom machte Potts auch in Deutschland bekannt, Potts sorgte dafür für ein neues Image der Telekom.
Für den Mauerfall hatte sich das Telekommunikationsunternehmen jetzt etwas Neues ausgedacht. Ein Flashmob musste her, denn diese sind bekanntlich angesagt. Als Aktion “Chor ohne Grenzen” sangen mehrere Tausend Menschen am Leipziger Hauptbahnhof die Ode an die Freude. Und während noch gesungen wurde, ertönte die Stimme Paul Potts, der anscheinend als Überraschungsgast eingeflogen worden war.

Zugegeben, auch hier gibt es ein Gänsehautfeeling. Die richtige Musik schafft so etwas im Handumdrehen.
Aber Potts Rolle ist jetzt eine andere. Er ist nicht mehr der unbekannte Underdog, der, bei dem sich der Mensch sagen kann: da schau her, wenn der Mann so strahlen kann – dann kann ich das vielleicht auch. Potts hat sich sein Gebiss sarnieren lassen. Potts wurde für diesen Auftritt bestellt, er ist ein gefeierter Star. Deswegen lässt er zwar seine Vorgeschichte nicht hinter sich, aber sie tritt langsam in den Hintergrund. Denn dies ist kein Mitschnitt, in dem er sich verschüchtert einer Casting-Show-Jury zum Fraß vorwirft und das erste Mal in seinem Leben so strahlen kann, wie er es verdient.
Dies ist eine klare PR-Aktion, im Grunde stiehlt hier Potts die Show. Die Teilnehmer des Flashmobs werden in den Hintergrund gerückt, Potts wird von vorne bis hinten inszeniert.
Fazit: Gänsehautfeeling: ja. Aber wie ein vorhersehbares Happy End einer weiteren Hollywood-Liebeskomödie. Nicht wie vorher.
Bleibt zu sehen, ob dem deutschen Publikum der Unterschied auffällt. Ob es überhaupt einen Unterschied macht.


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12
Nov
Fliegenzirkus: “Das ist das absurdeste PR-Ding, was ich jemals gesehen habe”
posted by Imke Hans

Kurioses hat sich zugetragen auf der Frankfurter Buchmesse. Der renommierte Eichborn-Verlag, der dort ebenfalls vertreten war, hat als Logo eine knallrote Stubenfliege. Daher auch der Beiname “Der Verlag mit der Fliege”. Weshalb dieses Logo gewählt wurde, ist nebensächlich – aber die gemeine Stubenfliege sorgte für einen fantastischen PR-Erfolg! 200 der nervigen Brummer sorgten nicht nur dafür, dass die Besucher der Messe immer ein Lächeln auf den Lippen hatten, sondern auch dafür, dass der Eichborn-Verlag nun in aller Munde ist.


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10
Sep
Makaberes Marketing:
Terroristen-PR made in Germany!

posted by Michael Prinz

Der deutsche Filmemacher Jan Henrik Stahlberg hat einen PR-Gag der Extraklasse inszeniert. Weltweit fielen die Medien und Nachrichtenagenturen auf seinen faszinierenden Schwindel herein.

Bei diesem krassen wie makaberen PR-Schachzug wurde ein gigantischer Aufwand betrieben, der nun in maximaler Aufmerksamkeit seine Früchte trug!

Über Twitter ging es los. In Bluewater, einer Stadt in Kalifornien, sollte ein Restaurant gestürmt worden sein. Von arabisch anmutenden Männern, Explosionen und umgeschnallten Bombengürteln war die Rede. Dann ein erster Beitrag des amerikanischen Senders k-vpk-TV wurde gesendet. Bilder eines Restaurants, in Panik flüchtende Menschen, weinende Frauen und fassungslose Helfer, Interviews mit dem Bürgermeister der Stadt, erschütterten Feuerwehrmännern und Polizisten waren zu sehen.

Und dann ein Bekennervideo! Das Berliner Rap-Trio Berlin Boys 666 hatte die Tat begangen. Sie wollten berühmt werden, um jeden Preis. Die deutschen Nachrichten überschlugen sich! Die Online-Zeitschriften Sueddeutsche.de, das Wiesbadener Tageblatt und sogar die Deutsche Presseagentur DPA fielen auf die Täuschung herein!

Zu guter Letzt eine Pressemeldung der Berliner Marketing-Agentur Neverest: Es gab keinen Selbstmordanschlag. Es gibt keine Rap-Band namens Berlin Boys 666. Es gibt keinen Fernsehsender vpk, keine verletzten Menschen, ja nicht einmal eine Stadt namens Bluewater. Es war alles Fake!

Alles war eine Inszenierung. Mithilfe der Marketing Agentur Neverest legte Jan Henrik Stahlberg die ganze Welt herein. Die ganze Aktion war ein wohlüberlegter und hervorragend durchgeführter PR-Gag, für den Film „Shortcut to Hollywood“ der demnächst startet. Der Medien-Schwindel hielt sich extrem nah an die Handlung des Films, in dem ein Berliner Rap-Trio nach Amerika reist um berühmt zu werden. Der Film thematisiert dabei die Vernetzung der Medien weltweit und zeigt auf, wie sich heutzutage Nachrichten verbreiten. Der simulierte Selbstmordanschlag ist ein perfektes Beispiel, wie man ein relativ unbekanntes Produkt (hier ein Film), von heute auf Morgen weltweit in die Medien bringt.

Ob die Aktion wirklich die Kinokasse zum klingeln bringt, wird sich in den nächsten Wochen zeigen!

Wir meinen: So makaber die Aktion auch war, Herr Stahlberg und natürlich auch die Marketing-Profis von Neverest geniessen unseren höchsten Respekt. Klar, diese Aktion polarisiert und ebenso klar, dass viele die PR einfach nur für geschmacklos halten! Aber selbst wir alte Marketing-Hasen sind baff… und das will was heißen ;-)

Sehen, staunen, begeistert sein…: Das Making of der Aktion


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