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KULTFAKTOR | Link
1
Sep
Kleenex und der vollkommen falsche Ansatz
posted by Jan Denia

Diesen Spot habe ich mir nun wirklich mehrere Male zu Gemüte geführt und denke bis jetzt, dass das ein Spot der Konkurrenz sein muss. Zwar steht dran, dass er von Kleenex ist und das ganze Pipapo, welches den Spot authentisch wirken lässt, aber mal im Ernst, so verquer kann doch keiner sein? 30 Sekunden lang wird hier bewiesen wie wahnsinnig unpraktisch diese Taschentuch-Boxen sind. Man findet sie nicht, sie rutschen irgendwo hinter, drunter oder verschwinden in den Tiefen uneinsichtiger Orte. Im Endeffekt soll dafür geworben werden, dass die Boxen nun noch kleiner und handlicher sind, aber die Taschentücher ihre Größe behalten. Joar dann mal Prost-Mahlzeit: noch mehr Möglichkeiten das Ding nie wieder zu finden.. für die Produktion hätte es von mir kein Geld gegeben.


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28
Jul
Den Schuh hätte ich mir nicht angezogen, Zalando
posted by Jan Denia

Sodelle, ein schlechtes Wortspiel zum Post-Auftakt ist doch immer gut. Nun aber zum Inhalt. Zalando ist bekannt, groß, macht mit der TV-Kampagne meiner Meinung nach alles richtig und hat ein tolles Image. Warum genau macht man dann sowas? Sowas zum einen nicht wirklich kreatives und zum anderen von vornherein zum Scheitern verdammtes?

Um etwas in der Social Media-Ecke zu wühlen und dadurch auf viral zu machen hat Zalando viele viele Schuhkartons verschickt. Doof nur, dass diese zum einen leer und zum andern noch mit dem doofen Spruch versehen waren, dass es die Schuhe ja dann bei Zalando geben würde. Also das das nicht auf positives Echo treffen würde hätte einem klar sein können. Hier kann ich Enrico vom marketing-gui.de Blog nur zustimmen: ein kleiner Gutschein hätte die Enttäuschung über diese plumpe Werbung schon abdämpfen, wenn nicht gar in eine komplett andere Richtung lenken können.

Vielleicht hat man ja daraus gelernt, wer weiß, der Zalando-Blog zumindest schweigt zu diesem „Vorfall“.

(via)


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21
Jul
MisMarketing: Samsungs Deer Hunting
posted by Jan Denia

Ich muss ganz ehrlich gestehen, ich weiß nicht was ich mit diesem Spot anfangen soll. Er ist nicht lustig genug um lustig zu sein, er ist nicht gut genug um gut zu sein und er ist nicht eindrücklich genug um beeindruckend zu sein. Beworbenes Produkt, das On-Ear-Clip von Samsung bei dem man immer toll die Hände frei hat. Glücklicherweise gibt’s von diesem Produkt ja nicht schon Abertausende Dritt- und Vierthersteller, aber gut, Details…

Der Spot spielt in einem Wald, in dem ein Redneck (so steht’s im Spot) klischeetypisch auf die Jagd geht. Darauf, dass der Ami stereotypischer nicht dargestellt sein könnte, möchte ich nicht weiter eingehen. Auf jeden Fall bleibt ihm jegliches Jadglück verwehrt, da das Rotwild / der Hirsch immer genau dann ausweicht, wenn der Schütze zum Schuss ansetzt. Der Redneck am verzweifeln freue ich mich eher stetig, dass es nicht zum tödlichen Schuss kommt. Glücklicherweise kommt am Ende ja auch die schlecht animierte Auflösung, wieso Rudolph so viel „Glück“ hat. Wenn wir nun nicht mehr darauf eingehen wollen, dass von dem 86-sekündigen Spot lediglich zwölf auf die direkte Bewerbung der Produktes verwendet werden bin ich fertig damit.


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7
Jul
Skurrile Werbung aus aller Welt: Japan
posted by Jan Denia

Wer nun eine weitere Folge der Rubrik MisMarketing erwartet hat den muss ich leider vertrösten, noch immer könnte ich lediglich Altes aufwärmen oder mich (wieder) über Frau Müller-Hohenstein vom ZDF lustig machen, die die österreichische Flagge mit dem Berliner Wappen verwechselte und sich daraufhin auch noch derart ungeschickt entschuldigte, so dass sich alle Berliner auf den Schlips getreten fühlen müssen. Aber nein, danach ist mir heute nicht. Vielleicht kann sie ja einfach nichts dafür, wahrscheinlich ist jedoch, dass das ihr letzter Auftritt bei einer Fußballgroßveranstaltung war.

Da ich ja nun etwas Platz habe nutze ich diesen einfach mal dazu Skurriles aus aller Welt zu posten. Heute ist Japan dran. Dass die Leute im fernen, fernen, fernen Osten etwas anders ticken ist ja bereits bekannt, aber sowas hätte ich wirklich nicht erwartet. Zwei Spots habe ich unten angehängt, bei einem geht es um eine Fertigsuppe und Gastauftritten eines Käse- und eines Pfeffer-Aliens, das andere wirbt für… ach schauen Sie selbst, sonst ist der Gag weg :-)

Spot 1: Der Waldbrand

Spot 2: Die Fertigsuppe


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23
Jun
MisMarketing: US-Hörfunk-Kampagne Yahoo
posted by Jan Denia

Na das ist ja ein Zufall, vorhin rede ich noch davon, dass ich selbst mal irgendwann aus dem Hörfunk kam und jetzt gerade finde ich ein gefundenes Opfer. Nicht, dass es mir hier darum ginge mit größter Freude zum Detail irgendwelche teuren Kampagnen zu zerreißen, aber naja, genau so wie ich gut gemachte Werbung versuche objektiv zu kritisieren und deren Güte voranzustellen muss ich, um meine Pflicht zu erfüllen, auch die „schlechten“ Werbungen erfassen und darstellen.

Ja, das war jetzt eine kleine Rechfertigung :-)

Back to topic: Yahoo hat in den Vereinigten Staaten eine Hörfunkkampagne aufgesetzt. Welches Produkt beziehungsweise welche Dienstleistung sie damit bewerben wollen ist mir mittlerweile sogar klar: es geht um Yahoo Search. Zum Spot an sich lässt sich nur sagen, dass er jegliche ungeschriebenen Gesetze zur Erstellung von Radiowerbung vergewaltigt. Wir tauchen in den Spot, haben Hintergrundgeräusche, einen zu schnell redenden Protagonisten und werden mit negativen Vokabeln beworfen, dass ich nur so mit den Ohren schlackern kann: outside the club, sold out, no ticket, too late, sind alles Begriffe mit denen in erster Linie keine guten Erfahrungen gemacht habe. Genau darum geht es jedoch in Radio-Werbung, ein Bild erschaffen, eine Situation „miterleben“ und sich dann das Bild und bestenfalls noch die Firma dazu merken. In erster Linie merkt man sich, dass da ein Typ vor einem Konzert steht und nicht reinkommt weil er zu spät daran dachte sich Karten dafür zu kaufen, welche nun ausverkauft sind. Das geht rund 20 Sekunden so, für einen Spot von nur 30 Sekunden Länge einfach zu viel. Danach (also nach den ersten 20 Sekunden) setzt eine Off-Stimme ein, die uns dann erklärt, dass das mit Yahoo Search alles nicht passiert wäre. Ziehen wir das Soundlogo ab und die Erklärung des Protagonisten, es das nächste mal besser bleibt haben wir genau acht Sekunden des Spots für eine wahre Kernaussage genutzt. Teueres Spektakel dafür im Endeffekt nichts gerissen zu haben.

Untenan das Video eines Radio-Experten samt dem Yahoo-Spot, allein die Erklärungen von Dan O’Day machen das Video sehenswert für alle, die sich für Radio-Werbung an sich interessieren.


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16
Jun
MisMarketing: ZDF – „Ein innerer Reichsparteittag“
posted by Jan Denia

Frau Müller-Hohenstein, deutsche Redensarten in allen Ehren, aber muss es denn unbedingt eine aus der NS-Zeit sein? Falls es jemanden unter unseren Lesern geben sollte, der am Sonntag nicht den gloriosen Sieg der deutschen Nationalmannschaft über Australien gesehen haben sollte, hier nochmal die Situation in aller Kürze: Deutschland schießt zweit Tore, dann ist Halbzeit und wir befinden uns visuell wieder in dem Sendestudio des ZDF. Mit an Bord, Frau Müller-Hohenstein und ex-Welttorhüter Oliver Kahn. Beide könnten kaum emotionsloser sein (was MisMarketing für das ZDF genug ist. Lieber schau ich mir Delling und Netzer mit doofen Kommentaren an als emotions- und witzlose Fußballexperten) da flüchtet Frau Müller-Hohenstein folgender Satz über die Lippen: „Und für Miroslav Klose: ein innerer Reichsparteitag, jetzt mal ganz im Ernst, dass der heute hier trifft.“

Ich war kurzzeitig leicht verwirrt, muss ich zugeben, vielleicht aber auch deswegen, weil ich zu diesem Zeitpunkt das Synoym dieses geflügelten Wortes noch nicht wusste. Kurze Aufklärung eines älteren Mitjublers brachte die Erleuchtung, doch jedoch keine Besserung.

Das ZDF reagierte prompt und geschickt auf diesen Vorfall, nutze alle erdenlichen Social-Media-Kommunikationswege, um der Entschuldigung zu diesem Vorfall auch genug Gehör zu verschaffen. Gut gerettet. Nur eine Entschuldigung von Frau Müller-Hohenstein steht noch aus. Schade drum. Ich persönlich freue mich auf die Spiele, die beim ARD ausgestrahlt werden.


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2
Jun
MisMarketing: G’schichten aus’m Paulanergarten
posted by Jan Denia

Na wenn sich Paulaner da mal nicht einen Bärendienst erwiesen hat. Zwar reagieren sie relativ schnell auf aktuelle Begebenheiten (auch wenn das Thema mittlerweile schon fast wieder aus den Hauptstimmungsmachern verschwunden) doch ist das leider nicht alles, um mit Werbung Erfolg zu haben. SIXT und Konsorten machen es vor und der Rest stürzt sich hinterher – zeitweise jedoch nicht mit der nötigen Weitsicht.

Wieso ich hier am Schimpfen bin? Wegen dem aktuellen Paulaner-Biergarten-Spot. Hier wird, typisch wie in den Vorgängern schon, wieder eine außer-deutsche Nation beim Biertrinken gezeigt. Dieses Mal sind’s die Griechen. Der „raunen-erzeugende“ Part hieran: Als der Deutsche sein Portemonnaie zückt wird er von den Griechen mit der Begründung zurückgehalten, dass er ja schon genug gezahlt hätte.

Nunja, schauen Sie es sich selbst an, ich erkenne – außer dem Aufreger – daran nichts gutes.


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19
Mai
MisMarketing: Rabiate Reifen-Reklame
posted by Jan Denia

Na ob diese Kampagne so sinnvoll ist? Sicherlich steht hinter dem ganzen Gewerbe ein guter Gedanke und möglicherweise sogar ein gutes Produkt. Ein Reifen, der hilft Sprit und damit Geld zu sparen was wiederum zum Schonen der Umwelt führt. Vom Prinzip her eine nette Sache.

Nennen Sie mich jetzt altmodisch, das ist ok, aber mit negativen Ereignissen für etwas Positives zu werben halte ich nur für bedingt sinnvoll. Zwar geht beim Sehen der Spots ein gewisses Raunen durch die Reihen und manch einer will vielleicht sogar empört sein, aber ob der kognitive Rückhalt der Botschaft zu  Stande kommt wage ich nun einfach einmal zu bezweifeln. Ich für meinen Teil erinnere mich an eine (fast) zerrissene Ökoaktivistin und einen halb todgefahrenen Radfahrer. Die eigentliche Botschaft, dargestellt wie in einer 0815-Powerpoint-Folie kommt viel zu kurz.

Aber bitte machen Sie sich selbst in Bild – untenan die Videos.


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12
Mai
MisMarketing: Unzerstörbares Handy
posted by Jan Denia

Redaktionelle Berichterstattung über das eigene Produkt gilt ja bekanntlich als unbezahlbar. Auch wenn hier das Wörtchen „wenn“ noch fehlte, es existiert, so wie bei allem im Leben. Das unten angestellte Video zeigt in schönster Deutlichkeit, wie es nicht laufen sollte.

Eine Berichterstattung über ein neues unkaputtbares Handy ist in vollem Gange, während der Moderator gerade dabei ist, die Funktionalität zu prüfen. Zuerst wird getestet, ob es unterwassertauglich ist. Aquarium parat, wie praktisch. Test. Funktioniert. Toll. Daraufhin folgt der Stoßtest. Nicht, dass die Reaktion dieses Mobiltelefons nicht spartentypisch wäre, nur werben die Anderen nicht mit der Unzerstörbarkeit ihres Produktes – drei kurze Schläge später ist nämlich das Display im Eimer… tja. Komisch, dass man seitdem nichts mehr von dem Handy gehört hat. ;-)


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10
Mai
In eigener Sache: Der Cultstyles-Blog hat umgebaut
posted by Jan Denia

Wir haben etwas umstrukturiert, um Ihnen unser Angebot noch interessanter zu machen. Damit Sie stets informiert in Ihren Tag starten können haben wir als erstes an unseren Veröffentlichungszeiten geschraubt. So erhalten Sie nun pünktlich zur Frühstückspause um 9 Uhr die ersten Infos des Tages und kurz nach der Mittagspause um 13 Uhr das interessanteste zum Start in die zweite Hälfte.

Kurz aufgeschlüsselt

  • Montags: Guerilla-Marketing – Nostalgie (die Urgesteine des Marketings)
  • Dienstags: Marketingwissen im SMS-Format (Begriffe aus der Werbewirtschaft knapp formuliert) – Tagesaktuelles
  • Mittwochs: MisMarketing (Werbung, die nach hinten losging) – Tagesaktuelles
  • Donnerstag: Marketingwissen im SMS-Format – Tagesaktuelles
  • Freitags: Werbung der Woche (die besten Produktionen der Woche, sei es Print, TV, Hörfunk, o.a.) – B2B-Homeshopping (Vorstellung eines ausgefallenen Produktes aus unser B2B-Shop)

Eine weitere Neuerung: Wir sind jetzt auch am Wochenende für Sie da. Samstagmorgen mit spannenden Themen aus der aktuellen Werbewirtschaft, sonntags mit der lustigsten Marketingidee der Woche.

Seien Sie also bereit, stay tuned und viel Spaß beim Mitlesen,

Ihr Cultstyles-Team


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