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10
Dez |
Außergewöhnlicher Film – außergewöhnliches Marketing: Paranormal Activity posted by Jessica Mueller |
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Während in Hollywood die Produktionskosten immer mehr in die Höhe schnellen, macht Oren Pelis‘ Do-it-yourself-Film vor, dass sich der Erfolg nicht am Budget messen lässt. Der Grusel-Film schafft mit einfachsten Mitteln eine enorme Spannung. In seiner Machart erinnert der Film an ein ähnliches Projekt, das zu einem internationalen Kinohit wurde – an Blair Witch Project. Im Unterschied zu diesem clever vorbereiteten Erfolg einer Handvoll von Filmstudenten verfolgt Paranormal Activity aber keine im Vorhinein festgelegte Marketingstrategie, sondern gehört zu den Amateurvideos, die im Internetzeitalter durch YouTube & Co. ihren Triumphzug beginnen. Oren Peli wird mittlerweile als „Self-Made-Spielberg“ gehandelt. Er drehte den Film in seinem eigenen Haus, um die Umgebung möglichst gewöhnlich aussehen zu lassen. Paramount kaufte seinen Film und setzte auf eine Marketingkampagne, die zur Entstehung des Films passt. Statt großangelegter und teurer Werbemaßnahmen setzte man auf einzelne Mitternachtsvorführungen in wenigen Städten. Ganz nach dem YouTube-Prinzip erfolgte die Verbreitung durch Mundpropaganda und Weiterempfehlung – mit Erfolg. Das Werbeprinzip Spannung, das ja auch den Film ausmacht, ging bestens auf. Auf einer Website konnte darüber abgestimmt werden, ob und wo der Film sonst noch gezeigt werden sollte und aus 12 Kinovorführungen wurden so schnell 2000. Der Film ist so erfolgreich, dass er seit November auch in Deutschland zu sehen ist. Der offizielle Trailer setzt das Prinzip Spannung fort, indem er statt Filmausschnitten hauptsächlich die Reaktionen der Zuschauer im dunklen Kinosaal zeigt. Mit einer Nachtbildkamera gefilmt, zeigt der Trailer nicht das Grauen auf der Leinwand, sondern vor der Leinwand. So bilden diese Szenen im Kinosaal ein Pendant zum Grusel-Film, der ebenfalls hauptsächlich nachts spielt. Eine außergewöhnliche, aber effektive Strategie. |
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17
Nov |
Kampfansage: Tennisprofi wider die Natur posted by Imke Hans |
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Werbung für Frauen-Hygieneartikel beinhaltet meistens enganliegende, schneeweiße Kleidung und sich körperlich anstrengende jüngere Damen. Das ist bei dem Spot dieses Tampon-Herstellers nicht anders. Statt aber das Klischee zu bedienen und mit der Angst zu spielen, man könne im entscheidenden Moment nicht vorbereitet sein (immer unterstützt von knackigen weißen Hosen), sagt Tampax dieser Angst den Kampf an. Hier wird kein strahlend weißes Frischegefühl zelebriert, hier wird auch keine Panik vor dem Verlust dieses Gefühls geschürt: Hier liefert Tampax die Munition für einen starken Kampf gegen die nervige Mutter Natur, Frauenpower pur! |
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26
Okt |
Akzent auf dem Unterschied: Intel als amüsanter Außenseiter posted by Imke Hans |
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Werbung kann man aus vielen Richtungen angehen. Eine Identifikation des Kunden mit dem Produkt oder dem Image des Produkts ist letztendlich das, worauf Werbung in den meisten Fällen abzielt. Um das zu erreichen, haben sich verschiedenste Unternehmen wahre “Anbiederungsstrategien” erdacht. Nicht nur die Politik versucht es immer und immer wieder. Man denke da beispielsweise einmal an die GEZ, die einen Möchtegern-HipHopper über die unbeliebten Gebühren rappen lässt, um die Jugend zur Auszahlung ihres Taschengelds zu bewegen, oder an Vodafone, die die “Generation Upload” durch ihren kruden Eintritt in die weite Welt des Web2.0 mehr oder weniger erfolgreich verprellt haben. Zu direkte Anbiederung kommt nicht gut, das mussten schon einige feststellen. Um so interessanter dann, dass es andersherum zu funktionieren scheint, wie Intel beweist. In einer Serie von Spots breitet der Konzern in vollen Zügen genüsslich sein Nerd-Image aus. Von absoluten Insider-Witzen zu einer mit Feier-Unfähigen besetzten Firmenparty, immer betitelt mit “Unsere Witze/Feiern/… sind nicht so wie Ihre Witze/Feiern…”, setzt Intel auf das ultimative Außenseiter Image. Und es gefällt! Eins ist sicher: normal ist das nicht – aber sicherlich erfolgreicher, als krampfhaft auf “Ich bin genauso wie du” zu machen. Wenn Sie auch einmal kopfschüttelnd über die etwas “besonderen” Mitarbeiter von Intel lachen möchten, dann können Sie dies hier: |
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