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KULTFAKTOR | Link
21
Dez
Starbucks-Aktion: Musikalischer Flashmob gegen AIDS
posted by Margarete Diertz

Immer mehr Unternehmen nutzen Flashmobs als Marketinginstrument. Typisch für die Aktionen ist eine blitzartige Bildung von Menschenmassen die sich untereinander nicht kennen. Die Flash Mobber versammeln sich dabei an einem vereinbarten Ort zu einer vereinbarten Zeit, um dann dort gemeinsam einer überraschenden und scheinbar sinnlosen Aktion nachzugehen und diese nach kurzer Zeit wieder aufzulösen.

Die Starbucks Coffee Company startete in diesem Jahr den wohl größten Flashmob überhaupt. So wurden für das Marketingprojekt Menschen dazu aufgerufen, das LiedAll you need is love“ von den Beatles zu singen. Die Werbeaktion soll dabei an das AIDS-Problem in Afrika erinnern. Menschen aus 156 Ländern unterstützen den Starbucks-Flasmob und sangen den berühmten Song in ihrem jeweiligen landesspezifischen Stil. Am 7. Dezember  wurden dann um 13.30 Uhr auf der Website starbucksloveproject.com die vielfältigen Ergebnisse gestreamt. Verschiedene Nationalitäten, zum Beispiel Monaco, Costa Rica, Saudi Arabien oder Rumänien, werben dabei mit ihren kulturellen Gesangs-Darbietungen. Dabei wird deutlich gemacht, dass egal wie unterschiedlich wir doch sind, wir trotzdem mit denselben Problemen zu kämpfen haben. Das fertige Video mit den vielfältigen Versionen des Beatles-Ohrwurms geht bereits um die Welt. Das auf Kaffeprodukte spezialisierte Einzelhandelsunternehmen, welches international tätig ist, ruft im Internet gleichzeitig dazu auf, Starbucks-Produkte für einen guten Zweck zu kaufen. Wer eines der drei aufgeführten Produkte kauft, spendet damit 1 Dollar nach Afrika. Ebenso spenden alle, die mit ihrer Starbucks-Card bezahlen 5 Cent. Wer sich also auch nachträglich an der Aktion beteiligen möchte, kann sein eigenes Video zu „All you need is love“ einsenden oder ein Starbucks-Produkt auf der Website kaufen und damit das Starbucks Love Projekt unterstützen.


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27
Aug
Massenhysterie als Ziel im Marketing!
posted by Michael Prinz

Es gibt keinen gesellschaftlichen Trend, der nicht sofort findige Werbemenschen auf den Plan ruft, die darin die nächste große Marketing-Chance sehen. Nach Twitter stehen nun die Flashmobs auf der Agenda der Marketeers.

Was sind Flashmobs? Ein Flashmob ist ein kurzer und scheinbar spontaner Menschenauflauf auf öffentlichen oder halböffentlichen Plätzen von Menschen, die sich via Weblog, Online Communities, Newsgroups, Email-Kettenbriefe und Mobiltelefon verabredet haben. Ein Flashmob kann in Form einer “spontanen” Kissenschlacht stattfinden:

oder in Form eines kompletten Stillstandes:

oder aber in Form eines Tanzes:

Zugegebenermaßen eine grandiose Idee, die vor allem den Zuschauern ganz bezaubernde Momente beschert im Alltagseinerlei.

Diese Flash Mobs sollen nun das nächste große Ding werden in der Werbebranche. Erste Versuche wurden bereits gestartet. Eine Woche nach dem Tod von Michael Jackson startete Red Bull einen Flashmob in Tübingen, mit dem Tanz von “Beat it”! Unser Tipp: Springen Sie gleich auf Minute 1:30.

Was hier aussieht wie eine spontane Aktion ist in Wahrheit das Ergebnis von acht Wochen Planung, 10 000 Menschen wurden dafür gecastet, 400 durften letzten Endes in der Liverpool Street Station mittanzen.

Und genau hier liegt das Problem: Mit der Kommerzialisierung gerät die Grundidee der Flashmobs ins Wanken. „Und das sieht die Community, die dahinter steht, gar nicht gern”, so Thomas Wange, Fachmann für Guerilla-Marketing, in der Zeitung “Der Westen”. Wird die Grundidee durch Marketing unterwandert, besteht die Gefahr, echte Flashmobber auf den Plan zu rufen, die mit einer gezielten Aktion den positiven Effekt der Werbung ins Gegenteil verkehren. Und da Flashmob Aktionen großes mediales Interesse hervorrufen, sollte man als kommerzieller Veranstalter tunlichst aufpassen, dass ein eventuelles Scheitern nicht auch noch in den Medien breitgetreten wird.

Obwohl, wie heißt nochmal der uralte Spruch? Lieber schlechte PR als gar keine. Folgen Firmen diesem Credo, dürfte es allerdings schnell ein Ende haben mit dem Flashmob-Marketing. Denn das sollte der Sinn einer nachhaltigen Marketing-Strategie nun wirklich nicht sein.

Quelle: derwesten.de

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