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KULTFAKTOR | Link
27
Nov
Crossmediales Marketing in Reinform: Die Hopper Invasion
posted by Imke Hans

Inzwischen ist sie schon überall im TV zu sehen: die “Hopper-Invasion“-Kampagne des Mobiltelefonherstellers Sony Ericsson. Hunderte von “Hoppern“, also Hüpfbällen, durchziehen das altehrwürdige Barcelona mit bunten springenden Punkten:

Die Aktion wird crossmedial gefahren, der Fernsehspot ist längst nicht alles, was die Hopper-Aktion zur Hopper-Invasion macht. Auf der Homepage befindet sich gleichsam die Schaltzentrale der “Hopper-Factory”, hier wird es richtig interaktiv.

Getreu dem Slogan der Kampagne, “Grenzenloses Entertainment in Echtzeit“, kann man über Online-Befehl einen individuellen Hopper kreieren und live bei der Versendung des Luftballons dabei sein. Ein in weiße Schutzanzüge gekleidetes Team schickt die Hopper per Rohr hinaus in die Luft und per Webcam auf den Schirm. Auf Schützenfesten und Gemeindefeiern ziehen Luftballons, die mit Karten verschickt werden, nur noch wenige Leute an. Wird dem Ganzen aber als bunte “Hopper-Invasion”  ein neues Image gegeben, ist das Steigenlassen von Luftballons der Hit.

Bis zum 27.11. kann man von 12 bis 20 Uhr seine eigenen Ballons verschicken, Gewinne winken für gefundene Hopper natürlich auch. Im dazugehörigen Blog wird das “Hopper-Wetter” bekanntgegeben, so dass man seinen bunten Flieger auch zu den günstigsten Konditionen versenden kann. Über die Hopper-Invasionskarte der Homepage kann man nachverfolgen, wie viele Ballons wo gefunden wurden.

Natürlich sind die Videos der aktuellen Aktionen auf YouTube abrufbar, wie beispielsweise die Invasion in Berlin, bei der die Spree für einige Zeit mit den bunten Bällen gefüllt wurde:

Sony Ericsson bewirbt damit vor allem seine zwei neuen Handys, die Modelle Satio und Aino. Diese zeichnen sich durch ihre Multimedialität aus; Fotos, Musik und Social Networking stehen im Vordergrund. “Sei spontan und zeig es deinen Freuden” – genau das Motto soll die Hopper-Aktion auch widerspiegeln. Per Twitter wird man über die neusten Geschehnisse informiert, Facebook-Fans (bis dato 216) bekommen die neusten Fotos und Updates auf Ihrer Neuigkeiten-Seite angezeigt.

So sieht gelungene multimediale Vernetzung im Marketing aus. Die gängigen Social Networking-Plattformen sind alle mit eingebunden und untereinander verlinkt. Es geht ja nicht einmal wirklich darum, dass möglichst viele einen Tweed aktivieren, in dem es täglich 140 Zeichen lang nur um ein neues Handy geht. Wichtig ist, dass es so aussieht, als wäre die Möglichkeit dazu von Bedeutung.

Denn um diese wichtige Möglichkeit geht es ja bei der ganzen Kampagne: man kann twittern, VZen, SMSen oder Status-Updates bekanntgeben, wenn man will. Wenn man will, kann man in Echtzeit seine Ballons steigen sehen. Und ein Video davon bei YouTube einstellen, dieses dann per URL auf Facebook setzen und die Nachricht mit Link per Twitter an alle Freunde verschicken, die sich dann auch den eigenen Ballon angucken können. Wenn man will. Und das geht auch mit den neuen Handymodellen.

Und das drückt diese Kampagne überzeugend aus.


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4
Sep
Red Bull: Der Gott des Marketings?
posted by Michael Prinz

In der Online-Zeitung des Kurier haben wir einen Artikel entdeckt über die Marketing-Strategie des Energydrinks Red Bull. In Kürze zusammengefasst: Red Bull beschreitet mit seinem gezielten Sport-Sponsoring nicht nur neue Wege abseits klassischer Sport-Sponsorings. Auch die Kultivierung verschiedener Sport-Events, die in ihrer Einfachheit und Brillianz an die Genialität Stefan Raab’scher Show-Ideen angrenzen und crossmediales Marketing in neuen Dimensionen führten dazu, dass Red Bull eine Marke ist, die einem immer und überall vor die Augen kommt und sich in die Gehirne brennt. Eine Leistung, die zuletzt von Coca Cola so konsequent und vor allem allumfassend erbracht wurde, dass es sich als Softdrink-Marke Nummer 1 weltweit etablieren konnte. Red Bull, der neue Marketing-Gott? Lesen Sie den Kurier-Beitrag und machen Sie sich Ihr eigenes Bild!

Hier ein Beispiel für Red Bull Marketing in Las Vegas 2008:


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14
Aug
Werbebranche stürzt sich auf Twitter
posted by Michael Prinz

by creativecarrot/FlickrNach der Werbe-Offensive bei Facebook, die die User nicht nur genervt hat, sondern zum Teil auch zu ärgerlichen Ergebnissen führte (Unverschämt: Facebook wirbt mit Ihrem Gesicht!), stürzt sich die Werbebranche nun auf Twitter.

Für jene, die noch nicht wissen, um was es bei Twitter geht: Jedermann kann sich dort anmelden und via SMS auf 140 Zeichen Neuheiten, Gerüchte, Gedanken und mehr seiner “Gemeinde” twittern (dtsch. zwitschern).  Diese Gemeinde besteht aus den Menschen, die den jeweiligen Twitter-Kanal abonniert haben. Besonders beliebt ist das Medium bei der jüngeren Generation, die sich über die täglichen Erlebnisse von Prominenten bei Twitter informieren lassen (Britney Spears, Lindsay Lohan, Justin Timberlake und noch mehr Promis  twittern mittlerweile). Politische Aufmerksamkeit erlangte das Medium Twitter jüngst bei den politischen Unruhen im Iran. Sogar Politiker benutzen Twitter mittlerweile, um aus geheimen Sitzungen heraus Informationen an Journalisten zu zwitschern.

Die allseitige Begeisterung für Twitter blieb auch der Werbebranche nicht lange geheim und Sie bläst zum crossmedialen Marketing-Sturm auf die Online-Plattform. Es wird bereits über Methoden diskutiert. Die Kernidee ist, Twitter als Plattform für Mouth-to-Mouth Marketing im Rahmen des Social Media Marketings zu benutzen. Bislang klopfen die Marketeers aber noch ohne Erfolg an Twitter-Türen. Das Portal will unabhängig bleiben und keine Werbeanzeigen schalten. Das einzige Problem: Momentan kostet die Zwitscherstube die Betreiber noch mehr, als sie einbringt. Wie dieses Missverhältnis aufgehoben werden soll, bleibt abzuwarten.

Was denken Sie über Twitter? Braucht es dort Werbung oder ist der Hype eine Seifenblase, die platzt bevor sie schillern kann.


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