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KULTFAKTOR | Link
2
Dez
Marketing-Mythos Weihnachtsmann – eine Erfindung von Coca Cola?
posted by Imke Hans

Als ich heute morgen meinen Entschluss verkündete, über Coca Cola und den Weihnachtsmann zu schreiben, entbrannte sofort eine hitzige Diskussion. Der eine Kollege wusste, dass der Weihnachtsmann eine Erfindung von Coca Cola sei. Der nächste wusste mit Sicherheit, dass der Weihnachtsmann überhaupt gar nichts mit dem Softdrink zu tun habe, das sei nur ein böses Gerücht. Der dritte vertrat vehement eine historische Weihnachtsmann-Theorie, deren direkter Bezug zu dem eigentlichen Thema nicht ganz offensichtlich war, mit ähnlichem Nachdruck.

In diesem geschäftlichen Mikro-Kosmos kannte aber immerhin jeder die These, dass Coca Cola den Weihnachtsmann erfunden habe. Also begab ich mich aufgrund meiner jeweils felsenfest überzeugten Kollegen zur Sicherheit doch noch einmal an die Recherche; ich möchte schließlich keine falschen Informationen verbreiten. Wissen Sie, wo ich fündig geworden bin? Unter anderem auf der Homepage des Unternehmens selbst. Coca Cola nimmt zum Weihnachtsmann-Thema ganz klar Stellung. Um die Spannung vorweg zu nehmen: diese These ist falsch, sie stimmt so nicht.

Der Weihnachtsmann kommt ursprünglich zwar nicht aus dem deutschen Raum, immigrierte aber aus Russland und den USA schon im 19. Jahrhundert in unseren Kulturkreis. Mit dem Softdrink-Hersteller hatte das erst einmal herzlich wenig zu tun. So stammt das altbekannte Lied “Morgen kommt der Weihnachtsmann” des Dichters August Heinrich Hoffmann von Fallersleben etwa aus dem Jahre 1836, die Coca Cola-Company wurde aber erst knapp sechzig Jahre später gegründet.

Der Weihnachtsmann (auch Santa Claus, Sintaclaas, Väterchen Frost) hatte damals allerdings noch keine feststehende Erscheinungsform. Vom Mönchsgewandt über die Bischofskutte zu grünen, blauen und roten Mänteln war er in der Wahl seiner Outfits überraschend flexibel. Bis… Coca Cola 1931 den Zeichner Haddon Sundblom mit der Kreation eines Coca Cola-Weihnachtsmannes beauftragte. Sundblom entwarf einen rundlichen, gemütlichen alten Mann mit Vollbart, Pausbacken, Knubbelnase und Kugelbauch, der in den Coca Cola-Firmenfarben Rot und Weiß gewandet war, ein Corporate Colours-Kostüm. Eine Marketing-Idee, die sich auszahlte.

Das heißt keinesfalls, dass es nie vorher in der Geschichte des Weihnachtsmannes ein Outfit wie dieses gegeben hat. Doch seit Sundblom jedes Jahr zumindest eine neue Version des Santa Clauses entwarf, setzte sich die Farbkombination in den Vorstellungen der Menschen fest – und heutzutage ist der Weihnachtsmann eigentlich immer rot und weiß. Wie Coca Cola auf der firmeneigenen Seite zum Thema Unternehmensmythen schon klar feststellt:

Mit dieser Werbeidee hat Coca-Cola das Image von Santa Claus entscheidend geprägt.

Denn sie hat dazu beigetragen, die weltweit bekannte Symbolfigur zu schaffen,

die bis heute der klassischen Vorstellung vom Weihnachtsmann entspricht.

Erfunden hat Coca Cola den Weihnachtsmann also eindeutig nicht – aber sie hat ihn zu dem gemacht, was er heute ist. Und sie hat ihn so bekannt werden lassen, wie er es heute ist. Es ist mehr als erstaunlich, dass ein eisgekühlter Softdrink es jedes Jahr in der ohnehin schon kalten Winterszeit aufs Neue schafft, wärmende Weihnachtsstimmung zu verbreiten – und das Bedürfnis nach frischer Coke zu wecken. Inzwischen ist es natürlich nicht nur der Weihnachtsmann selbst, der dafür sorgt, sondern auch die Coca Cola Weihnachtstrucks.

Allerdings gibt es wahrscheinlich kaum eine andere Marketing-Aktion, die einen derartig tiefgreifenden kulturellen Einfluss hat und einen der wichtigsten Feiertage im Jahr so grundlegend geprägt hat, zumindest vom Design her. Hut ab!

Eine hervorragende Idee für eine gelungene Promotion- oder Marketingaktion Ihrerseits haben wir natürlich auch für Sie parat:

Warum geben Sie Ihrem Weihnachtsmann nicht auch Ihre Corporate Colours? Ob Sie grüne Weihnachtsmänner, Weihnachtsmann-Kostüme in Orange, pinke Weihnachtsmannkostüme oder einen blauen Weihnachtsmann suchen, bei uns werden Sie fündig – und Ihre Weihnachts-Promotion-Aktion zum Erfolg!


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7
Sep
Marketing für Selbstständige:
Knallbunt zieht nicht immer!

posted by Michael Prinz

Selbstständige haben ganz bestimmte Anforderungen an Ihr Marketing, denn wenn sie nicht gerade Geld für einen Spezialisten haben, müssen sie sich selbst zu einem machen. Und oft tun sie sich damit keinen Gefallen. Die Stolpersteine beginnen schon beim Logo.

Dank zahlreicher kostenloser Bildverarbeitungs- und Designprogramme und mit der Unterstützung von Online-Druckereien, die bereits für kleine Auflagen die Druckmaschinen anwerfen, ist die Erstellung von Visitenkarten und Briefpapier zumindest logistisch kein Problem mehr. Sogar die Gestaltung einer Internetseite gelingt vielen im Do-it-yourself-Verfahren. Und so kommt es dazu, dass Freiberufler sich nicht nur um Akquise, Buchhaltung und ihren eigentlichen Job kümmern, sondern auch noch ihre eigenen Designer werden. Nicht immer mit überzeugendem Erfolg.

Web-Designer Martin Fürstenberg gegenüber dem Hamburger Abendblatt: “Auch Selbstständige und Freiberufler brauchen heutzutage ein Corporate Design – also ein einheitliches Erscheinungsbild für sämtliche Werbemittel“. Das heißt: Logos, Schriftzüge und Farben sollten sich idealerweise sowohl im Briefpapier als auch auf der Website wiederfinden und potenziellen Kunden oder Auftraggebern einen hohen Wiedererkennungswert liefern.

Den kompletten Artikel gibt es hier zu lesen.

Wir empfehlen Ihnen: Sollten Sie sich Werbemittel besorgen, reden Sie unebdingt mit uns darüber, was Sie so einzigartig macht, was Sie von den anderen unterscheidet. Umso genauer wir den sogenannten USP, d.h. den Unique Selling Proposition, definieren könnten, desto zielgenauer wählen wir Ihnen passende Giveaways und andere Werbeartikel aus.


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14
Apr
ADSandBRANDS – legendäre Kampagnen
posted by Michael Prinz

Für Marketeers besonders interessant dürfte ein neues Portal sein, das jüngst online gegangen ist. ADSandBRANDS lautet der Name und es versammelt über 20 000 Marken- und Werbesujets, von denen allein 15.000 aus Deutschland und Österreich stammen.

Das noch in der beta-Version befindliche Portal ist in Form eines Marken- und Werbearchivs aufgebaut und beherbergt Anzeigen und Kampagnenmotive aus rund 300 Jahren Reklame. Zahlreiche Liebhaberstücke der Retro Werbung befinden sich im Sortiment. Hinter dem Portal steht Hans Böck, der auch die Seite Ichliebewerbung.com betreibt.

Die Idee zu diesem Portal kam Böck bereits im Jahr 2003: “Damals haben wir zunächst lediglich Sujets aus dem eigenen Fundus zusammengetragen. Ab 2004 haben wir dann damit begonnen, über eBay Original-Medien aus drei verschiedenen Kontinenten zu ersteigern und das darin enthaltene Sujet-Material zu digitalisieren”, erinnert sich Böck.

Böck will sich mit seinem Angebot nicht nur an Menschen aus der Werbebranche richten, sondern auch direkt an die Unternehmen. Dazu möchte er ihnen einen kostenpflichtigen Zugang anbieten, mit dem sie Zugriff auf das komplette Material ihrer Marken aus dem Archiv erhalten. Diese können sie dann – dargestellt im jeweiligen Corporate Design – bei der eigenen Firmenseite online einbinden.

[Quelle: Markus Steiner/pressetext]

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