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23
Apr |
Socialmedia vs. Pop-Titan, ein Kampf der Giganten posted by Jan Denia |
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Deutschland sucht den Superstar, ob man es nun mag oder nicht, gilt in der deutschen Popwelt als feste Größe. So waren zum Beispiel die ersten Singleauskopplungen der DSDS-Gewinner stets Chart-Stürmer und Download-Rekordhalter. Auch dieses mal setzt Mehrzad Marashis “Don’t believe” neue Maßstäbe. So soll sich der Song innerhalb der ersten 24 Stunden so oft wie kein anderer Song verkauft worden sein. Vor kurzem hat sich nun eine Protestbewegung zu dem ganzen DSDS-Medien-Spektakel gebildet, welche gegen die immerwährenden Topplatzierungen der Bohlenretorten ankämpfen möchte. Im Detail sieht die Gegenbewegung so aus, dass dazu aufgerufen wird den 14 Jahre alten Euro-Disco-Hit „Boomerang“ von Blümchen zu kaufen. Mit dem Song an sich hat das Ganze nichts zu tun, er soll bloß dazu dienen „Don’t believe“ von Platz 1 der Downloadcharts zu vertreiben. Zur Kommunikation der Aktion verwenden die Protestler die Studentenplatform studiVZ und die Socialmedia-Community Facebook. Ob die Anti-Bohlen-Bewegung Erfolg hatte erfahren wir nächsten Dienstag, dann werden nämlich die nächsten Charts veröffentlicht. |
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22
Dez |
Facebook-Gruppe stürmt die britischen Charts – mit 15 Jahre altem Song (!) posted by Margarete Diertz |
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Eine Facebook-Gruppe hatte es endgültig satt, dass die Sieger der musikalischen X-Factor Show immer wieder auf Platz eins der britischen Musikcharts landeten. Als könnte man nach jeder Siegerehrung vorhersehen, das auch der neu gekürte X-Factor-Gewinner die Charts stürmen wird. Die Gruppe rief dazu auf, sich den 15 Jahre alten Song “Killing in the Name“, der von der Rockband “Rage Against the Machine“ stammt, herunterzuladen oder zu kaufen, damit der aktuelle Casting-Sieger Joe McElderry keine Chance hat, wieder ganz oben auf der Charts-Liste zu landen. Tatsächlich ging der Plan der Facbook-Gruppe auf, 500 000 Mal wurde der Song von “Rage Against the Machine“ verkauft und landete anstelle von X-Factor-Gewinner McElderry auf Platz eins der britischen Musikcharts. Vielleicht kann die Rockband aus den 90ern durch die etwas andere Werbestrategie sogar bald ihr Comeback feiern. “Killing in the Name” ist jedenfalls wieder geboren und wirbt gerade gegen neue Casting-Songs. Die Aktion beweist, dass sich Menschen durch Medien mitreißen lassen, wenn sie von etwas überzeugt sind. Eine Behauptung, das die Gewinner von bekannten Castinshows vielleicht wirklich nur deshalb die Charts stürmen, weil sie durch den dazugehörigen Medienrummel in kurzer Zeit eine hohe Affinität errangen können und deshalb eine große Rolle für den Zuschauer spielen, würde nach diesem Versuchsprojekt gar nicht so falsch liegen. Nach der neuen Casting-Staffel und einem Nummer-Eins-Hit sind die Newcomer nämlich meistens auch schon wieder so gut wie vergessen. Schade nur für X-Factor-Opfer Joe McElderry, dem durch die Werbeaktion der Facebook-Gruppe, seine vielleicht einmalige Chance einen Nummer-Eins-Hit zu landen leider genommen wurde . |
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