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5
Mrz |
Neue provokante Anti-Aids-Kampagne sorgt bereits für Diskussionen posted by Margarete Diertz |
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Am 16. Februar startete die neue Anti-Aids-Kampagne der Michael Stich Stiftung. Witzig inszenierte Kondom-Plakate zählen dabei zu bekannte Aufklärungskampagnen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Und auch für die nächste Kampagne gibt es Plakationen, die für die Immunschwächekrankheit werben sollen um das Thema HIV zu sensibilisieren. Die aktuelle Werbekampagne könnte für eine Menge Diskussionsstoff sorgen, denn die Motive auf den Plakaten sind teilweise etwas ungewöhnlich und könnten eine falsche Botschaft an die Öffentlichkeit senden. Beispielmotive hierfür sind ein Paar, das Sex auf einem Friedhof hat oder ein Liebespaar in der Leichenhalle. Gleichzeitig wird mit äußerst provokanten Texten wie “Ungeschützte Liebe hält für die Ewigkeit“ oder “Deine erste Liebe kann die letzte sein” auf das Thema aufmerksam gemacht. Auch Michael Stich weiß, dass es Menschen geben wird, die sich an den Motiven stören werden, doch der Ex-Tennisprofi steht ganz bewusst hinter seiner Werbestrategie, die klar machen soll das Aids nicht harmlos ist. Die neue Anti-Aids-Kampagne hat sich nicht umsonst für das Thema “Sexualität und Tod“ entschieden, welches aufzeigen soll, dass jeder der sich nicht schützt in der Leichenhalle landen könnte. Besonders Jugendlichen möchte Michael Stich vor Augen führen, zu welchen drastischen Folgen ungeschützter Geschlechtsverkehr führen kann. Der passende Werbespot der Michael Stich Stiftung setzt ebenso auf eine Provokation, die sich als Werbeträger in den Köpfen der Menschen festsetzten soll. Wenn jedoch die umstrittene aussage- und schlagkräftige Werbeaktion von Stich durch derartige Provokationen Millionen Menschen positiv erreichen und beeinflussen kann, dann sollte man negativen Meinungen gegenüber der Werbeidee Unbedeutung schenken. |
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28
Nov |
Schmerzhafte Aufklärung oder sinnloses Schocken? posted by Imke Hans |
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Eine dänische Familieninitiative stellte ein Spiel ins Netz, mit dem sie aufklären wollte. Aus der Aufklärungskampagne ist ein Skandal geworden. Im Spiel “Hit the Bitch” geht es darum, eine Frau zu verprügeln. Mit jedem Schlag verfärbt sich ihr Gesicht, sie wird Stück für Stück weiter misshandelt. Dabei kann man zweifelhafte Titel von Pussy bis Gangsta ernten – gewinnen im klassischen Sinne aber nicht. Wie auch? Der Diskussionspunkt: kann das, was für den einen kaum mitanzusehen ist, für den anderen einfach in Spaß am Spiel ausarten? Wie auch immer man diese Frage beantwortet: Aufmerksamkeit ist mit dieser Kampagne viel errungen worden. Aber ist es die richtige? Inzwischen ist das Spiel nur noch innerhalb Dänemarks erreichbar, so wie ursprünglich wohl auch geplant. Die Familieninitiative hat sich international gar nicht zu dem Thema geäußert.
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/computer/102/495427/text/ |
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