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26
Nov |
Kommentar des Tages: Lästige Werbung posted by Michael Prinz |
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Seit ich anlässlich des “Internationalen Jogginghosentags” über Stunden das Internet nach einer grauen Jogginghose durchforstete, liefen die Pop-ups Amok. Es gab kein Entkommen. Graue Jogginghose hier, graue Jogginghose da. Von “Amazon” übers “Fratzenbuch” bis hin zu “Zalando”, allerorts lenkte man meine Aufmerksamkeit auf das formschöne Utensil, welches so unnachahmlich die Beinpartie umschmeichelt. Mein Computer hatte sich meinen Hosengeschmack gemerkt. Nichts Skandalöses in Zeiten von Fernsehshows wie “Tatort Internet” mit Barbie von und zu Guttenberg, aber in diesem Fall war es doch irgendwie bedenklich, weil es so profan war. Vollkommen nachvollziehbar war, dass ich begann, Vergleiche zu den grauen Herren aus Michael Endes Kinderbuch “Momo” aufzustellen, was in meinem Umfeld sofort zu einer wüsten Beschimpfungsorgie auf diese ekelhafte Versicherungswerbung führte, in der eine semiprofessionelle Schauspielerin über die grauen Herren und ihr Verhältnis zu verbrecherischen Firmen informiert. Mein Hosenproblem war sofort ad acta gelegt, denn diese neuen Versicherungswerbungen sind der größte Dreck überhaupt. In diesem Punkt stimmten wir alle überein. Viele wollten, wenn möglich, die Werbung gleich komplett aus ihrem Leben verbannen. Nur die Snickers-Werbung mit Aretha Franklin stößt bei einigen auf Gegenliebe. Ein besonders kritischer Zeitgenosse möchte die Diskussion nun mit folgendem Argument beenden: Gute Werbespots seien noch schlimmer als schlechte, eben weil man sie gut findet. Ich bin da anderer Meinung. Ein guter “Godzilla”-Film animiert mich ja auch nicht dazu, wutschnaubend in der Innenstadt gegen monströse außerirdische Motten zu kämpfen. Und wenn doch, dann trage ich hoffentlich bereits meine neue graue Jogginghose. (Quelle: Dieses Netzfundstück haben wir bei taz.de gefunden / Copyright by Juri Sternburg) |
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3
Jul |
Amazon steigt in Lebensmittelhandel ein posted by Jan Denia |
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Das weltweit größte Online-Warenhaus für mittlerweile so gut wie fast alles hat nun einmal mehr sein Sortiment erweiter. 2007 das erste mal angekündigt öffnete am Donnerstag die Lebensmittel- & Getränke-Abteilung bei Amazon. Von Fisch bis Fleisch über Gemüse und Brot bis hin zu Süßigkeiten, Kaffee und Wein bietet der neue Service eine Umfang von rund 35.000 Artikeln. Wie bei allen anderen Sparten ist auch hier die Filterung jeglicher Produktuntergruppen möglich. Von vegan über vegetarisch über fairtrade-Produkte bis hin zu koscheren Nahrungsmitteln oder Lebensmittel ohne Glutenzusätze – also wirklich, das ist nur ein Auszug des Umfangs. Beim Thema Wein geht’s gerade so weiter. Doch will ich das alles nicht zu hoch loben. Zum Beispiel beim Thema Getränke, speziell Limonaden oder Biere geht das Sortiment in die Knie. Bekannte Markengröße, die meiner Meinung nach etabliert gehören, sind nicht vertreten. Zudem besteht nicht die Möglichkeit ganze Getränkekisten zu bestellen – ich meine, ok, wäre nicht fair dem Paketboten gegenüber, aber in Supermärkten kaufe ich stets nur ganze Kästen. Weiter finde ich keine Informationen über verderbliche Ware gerade was Fleisch, Fisch, Geflügel oder sonstige Nahrungsmittel angeht, die sich stets in einer Kühlkette befinden sollten. Was passiert wenn ich das Paket nicht entgegen nehme? Wie wird mein Argentinisches Steak auf seiner Reise gekühlt? Beides sehr wichtige Informationen für mich. Ich gehe davon aus, dass noch viel Zeit vergehen wird bis Amazon Supermärkten Umsatzeinbrüche beschert, aber trotzdem wieder eine vielleicht gar nicht so unpraktische Erweiterung des Sortiments. |
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9
Mai |
Google drängt es in den Buchhandel posted by Jan Denia |
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Nachdem Apple und Amazon den Ebook-Markt seit längerem schon für sich entdeckt haben will Google nun auch etwas vom Kuchen ab haben. Laut Wall Street Journal wird der Internetriese digitale Bücher über eine Vielzahl von Bezugsquellen anbieten. Dieser Weg unterscheidet das Unternehmen von seinen beiden größten Konkurrenten. Diese entschieden sich mit „iBooks“ und „Kindle“ für exklusive Vermarktungswege. Dubios ist lediglich, dass kein Verlag dieses Projekt bestätigen kann. Als Ente wird sich das „Google Editions“ genannte Projekt wohl kaum entpuppen, hat Google doch mittlerweile schon große Anstrengungen in die Onlinestruktur des neuen Geschäftsfeld gesteckt. Es ist ja auch noch nicht zu lange her, dass Google mit seinem umstrittenen „Scan-Projekt“ negative Schlagzeilen machte. Weiter will der Onlinegigant die Erlösanteile für die Verlage wesentlich höer gestalten, als seine Konkurrenten das tun.
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