Sexistische Diskriminierung in der Werbung soll zukünftig verboten und gesetzlich geregelt werden. Das sind Forderungen der SP-Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek. Die Ministerin erklärte in der Wochenzeitung “Die Furche“, dass Sexismus leider noch immer gesellschaftsfähig sei und sich aufgrund des patriarchalen Systems halte.
Wenn es nach Hanisch-Hosek gehen würde, sollte ein Expertinnen-Beirat entstehen, der die Werbung nach bestimmten Kriterien beurteilt. In anderen Ländern sei ein solches Verbot bereits im Gleichbehandlungsgesetz geregelt, erklärte die Politikerin. Eine internationale Tagung mit Vertreterinnen jener Länder, soll spätestens im Herbst dieses Jahres stattfinden. Wie die gesetzlichen Regelungen konkret aussehen sollen steht noch nicht fest. Judith Schwentner, Frauensprecherin der Grünen, äußert sich positiv gegenüber der Forderung von Heinisch-Hosek: „ Wie kürzlich ein Bundesheer-Werbevideo (wir berichteten) gezeigt hat, kommt Sexismus in der Werbung sogar im Öffentlichen Dienst vor. Ohne Sanktionen gegen die herabwürdigende Darstellung von Frauen zu Werbezwecken wird sich daran nichts ändern.“
Obwohl es 2008 und 2009 über 200 Beschwerdefälle über diskriminierende Werbekampagnen gab, konnten nur vier davon sofort gestoppt werden. Bei einer Enquete der Grünen im Jahre 2009 wurde deutlich, dass abwertende Werbung leider immer wieder vorkommt. Ob sich die Ministerin zu einem Verbot tatsächlich durchsetzten kann, ist noch unklar, die Österreichische Volkspartei (ÖVP) ist jedenfalls dagegen.
Quelle: http://www.nachrichten.at/nachrichten/politik/innenpolitik/art385,334357
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