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KULTFAKTOR | Link
10
Sep
Makaberes Marketing:
Terroristen-PR made in Germany!

posted by Michael Prinz

Der deutsche Filmemacher Jan Henrik Stahlberg hat einen PR-Gag der Extraklasse inszeniert. Weltweit fielen die Medien und Nachrichtenagenturen auf seinen faszinierenden Schwindel herein.

Bei diesem krassen wie makaberen PR-Schachzug wurde ein gigantischer Aufwand betrieben, der nun in maximaler Aufmerksamkeit seine Früchte trug!

Über Twitter ging es los. In Bluewater, einer Stadt in Kalifornien, sollte ein Restaurant gestürmt worden sein. Von arabisch anmutenden Männern, Explosionen und umgeschnallten Bombengürteln war die Rede. Dann ein erster Beitrag des amerikanischen Senders k-vpk-TV wurde gesendet. Bilder eines Restaurants, in Panik flüchtende Menschen, weinende Frauen und fassungslose Helfer, Interviews mit dem Bürgermeister der Stadt, erschütterten Feuerwehrmännern und Polizisten waren zu sehen.

Und dann ein Bekennervideo! Das Berliner Rap-Trio Berlin Boys 666 hatte die Tat begangen. Sie wollten berühmt werden, um jeden Preis. Die deutschen Nachrichten überschlugen sich! Die Online-Zeitschriften Sueddeutsche.de, das Wiesbadener Tageblatt und sogar die Deutsche Presseagentur DPA fielen auf die Täuschung herein!

Zu guter Letzt eine Pressemeldung der Berliner Marketing-Agentur Neverest: Es gab keinen Selbstmordanschlag. Es gibt keine Rap-Band namens Berlin Boys 666. Es gibt keinen Fernsehsender vpk, keine verletzten Menschen, ja nicht einmal eine Stadt namens Bluewater. Es war alles Fake!

Alles war eine Inszenierung. Mithilfe der Marketing Agentur Neverest legte Jan Henrik Stahlberg die ganze Welt herein. Die ganze Aktion war ein wohlüberlegter und hervorragend durchgeführter PR-Gag, für den Film „Shortcut to Hollywood“ der demnächst startet. Der Medien-Schwindel hielt sich extrem nah an die Handlung des Films, in dem ein Berliner Rap-Trio nach Amerika reist um berühmt zu werden. Der Film thematisiert dabei die Vernetzung der Medien weltweit und zeigt auf, wie sich heutzutage Nachrichten verbreiten. Der simulierte Selbstmordanschlag ist ein perfektes Beispiel, wie man ein relativ unbekanntes Produkt (hier ein Film), von heute auf Morgen weltweit in die Medien bringt.

Ob die Aktion wirklich die Kinokasse zum klingeln bringt, wird sich in den nächsten Wochen zeigen!

Wir meinen: So makaber die Aktion auch war, Herr Stahlberg und natürlich auch die Marketing-Profis von Neverest geniessen unseren höchsten Respekt. Klar, diese Aktion polarisiert und ebenso klar, dass viele die PR einfach nur für geschmacklos halten! Aber selbst wir alte Marketing-Hasen sind baff… und das will was heißen ;-)

Sehen, staunen, begeistert sein…: Das Making of der Aktion

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