Nach der Werbe-Offensive bei Facebook, die die User nicht nur genervt hat, sondern zum Teil auch zu ärgerlichen Ergebnissen führte (Unverschämt: Facebook wirbt mit Ihrem Gesicht!), stürzt sich die Werbebranche nun auf Twitter.
Für jene, die noch nicht wissen, um was es bei Twitter geht: Jedermann kann sich dort anmelden und via SMS auf 140 Zeichen Neuheiten, Gerüchte, Gedanken und mehr seiner “Gemeinde” twittern (dtsch. zwitschern). Diese Gemeinde besteht aus den Menschen, die den jeweiligen Twitter-Kanal abonniert haben. Besonders beliebt ist das Medium bei der jüngeren Generation, die sich über die täglichen Erlebnisse von Prominenten bei Twitter informieren lassen (Britney Spears, Lindsay Lohan, Justin Timberlake und noch mehr Promis twittern mittlerweile). Politische Aufmerksamkeit erlangte das Medium Twitter jüngst bei den politischen Unruhen im Iran. Sogar Politiker benutzen Twitter mittlerweile, um aus geheimen Sitzungen heraus Informationen an Journalisten zu zwitschern.
Die allseitige Begeisterung für Twitter blieb auch der Werbebranche nicht lange geheim und Sie bläst zum crossmedialen Marketing-Sturm auf die Online-Plattform. Es wird bereits über Methoden diskutiert. Die Kernidee ist, Twitter als Plattform für Mouth-to-Mouth Marketing im Rahmen des Social Media Marketings zu benutzen. Bislang klopfen die Marketeers aber noch ohne Erfolg an Twitter-Türen. Das Portal will unabhängig bleiben und keine Werbeanzeigen schalten. Das einzige Problem: Momentan kostet die Zwitscherstube die Betreiber noch mehr, als sie einbringt. Wie dieses Missverhältnis aufgehoben werden soll, bleibt abzuwarten.
Was denken Sie über Twitter? Braucht es dort Werbung oder ist der Hype eine Seifenblase, die platzt bevor sie schillern kann.
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